Die Aktien der beiden Uhren- und Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch stehen am Dienstag im frühen Handel nach Analystenkommentaren in einem schwachen Markt überdurchschnittlich unter Druck. Zu Richemont gab es gleich zwei zumindest leicht belastende Stimmen, bei Swatch scheint die Abstufung von Nomura den positiven Kommentar der Credit Suisse zu übertünchen.

Gegen 9.35 Uhr fallen Richemont -2,1 Prozent auf 75,40 Franken, Swatch Inhaber stehen mit -2,0 Prozent auf 354,60 Franken im Minus. Der Gesamtmarkt (SMI) verliert derweil 1,3 Prozent.

Zwei Dämpfer für Richemont

Für Richemont gab es am Morgen gleich zwei Dämpfer. So senkte Nomura das Kursziel auf 90 von 92 Franken, blieb aber bei der Einstufung 'Buy'. Die Konsensschätzungen für 2016 für den Luxussektor seien womöglich zu hoch. Die Credit Suisse strich die Papiere kurzerhand von ihrer European Top Pick Liste, auch wenn die Einstufung 'Outperform' bleibt. Es wird derzeit aber mehr Potenzial bei anderen Werten gesehen.

Swatch wurden von Nomura auf 'Neutral' von 'Buy' zurückgestuft, das Kursziel senkten die Experten auf 410 von 460 Franken. Die Makrotrends für den gesamten Luxusgütersektor seien eher gemischt, darum würden die Schätzungen gesenkt, hiess es gleichlautend wie zu Richemont. Mit Blick auf das organische Wachstum ist Nomura für das vierte Quartal und 2016 etwas vorsichtiger.

Derweil setzte die CS die Titel neu auf ihre Empfehlungsliste. Die Papiere seien ein attraktiver Substanzwert mit einer sich verbessernden Gewinntransparenz, heisst es. Damit nehme man eine konträre Haltung zur aktuell eher negativen Stimmung am Markt gegenüber den Titeln ein, so die Analysten.

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(awp/dbe/ama)