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Rückversicherer
Aktien von Swiss Re trotz Gewinneinbruch gefragt

Swiss Re
Swiss Re: Weniger Gewinn aber gute Aussichten für Anleger.Quelle: Keystone

Der Gewinneinbruch hat den Aktien von Swiss Re nicht geschadet. Die Titel des Rückversicherers sind am Freitag sehr gefragt.

Veröffentlicht am 23.02.2018

Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re sind am Freitag nach Vorlage der Jahreszahlen sehr gut in den Handel gestartet. Die Titel gewinnen in einem schwachen Gesamtmarkt klar an Wert. In Analystenkreisen wird das nach hohen Katastrophenbelastungen besser als befürchtet ausgefallene Ergebnis sowie die attraktive Ausschüttungspolitik begrüsst.

Derweil dürfte sich die Lage am Rückversicherungsmarkt dank anziehender Preise entspannen. Bis um 09.45 Uhr legten Swiss Re um 2,4 Prozent auf 97,34 Franken zu, während der Gesamtmarkt gemessen am Leitindex SMI um 0,4 Prozent nachgab.

Weniger schlecht als erwartet

Swiss Re habe das Geschäftsjahr 2017 etwas weniger schlecht abgeschlossen als allgemein erwartet, schreibt Georg Marti von der ZKB. Der Abschluss sei von der hohen Schadenlast aus Naturkatastrophen stark geprägt worden, während die Lebensrückversicherung eine gute Entwicklung aufzeige. Dies sei vor allem die Folge eines guten Anlageerfolgs, so der ZKB-Analyst weiter.

Die Aktie dürfte vor allem von dem in Aussicht gestellten Aktienrückkaufprogramm profitieren, glaubt Stefan Schürmann von der Bank Vontobel. Und auch bei Morgan Stanley oder der UBS Investmentbank werden die weiteren geplanten Aktienkäufe begrüsst. UBS-Analyst Jonny Urwin wertet die leichte Dividendenerhöhung und das angekündigte Aktienrückkaufprogramm als ein Zeichen der Zuversicht.

Rückkauf ist positiv

Auch für RBC Capital Markets ist der geplante Rückkauf ein positives Zeichen. Es weise darauf hin, dass Swiss Re gewillt sei, auch in Jahren mit hohen Schadenskosten die Rückführung von Kapital an die Aktionäre fortzusetzen.

Die Aussagen zur Januar-Erneuerungsrunde werden hinsichtlich der leicht ansteigenden Prämienansätze unterschiedlich beurteilt. Urwin sieht seine diesbezüglichen Erwartungen übertroffen. Nadine van der Meulen von Morgan Stanley zeigt sich dagegen zumindest von der Volumenentwicklung nicht sonderlich angetan. Und auch Stefan Schürmann hatte in Sachen Preise einen etwas kräftigeren Anstieg erwartet.

Jahresergebnis eher unwichtig

Wie es im Berufshandel heisst, ist das Jahresergebnis von eher untergeordneter Bedeutung für die Valoren von Swiss Re. Das Interesse habe vielmehr den Aussagen zur Januar-Erneuerungsrunde sowie den noch immer laufenden Gesprächen mit Softbank im Zusammenhang mit einer strategischen Beteiligungsnahme durch den japanischen Technologiekonzern gegolten, lautet der Tenor. Hier habe Swiss Re immerhin die Zusage gemacht, dafür kein neues Kapital auszugeben.

Im Zuge grosser ausserbörslicher Blocktransaktionen waren in den letzten Tagen Spekulationen wach geworden, wonach jemand ein Aktienpaket schnüren könnte. Ein konkreter Name des oder der ominösen Käufer fiel dabei jedoch nicht.

(sda/gku/bsh)

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