Bereits im Vorfeld der Präsentation der 9-Monats-Umsatzzahlen von Nestlé kauften die Anleger kräftig zu. In der Folge verhalfen die Aktien des Food-Multis dem Swiss Market Index letzte Woche gar zum Jahreshoch. Die Zuversicht der Anleger hat sich dabei als berechtigt erwiesen: Nestlé hat in den ersten 9 Monaten einen Umsatz von 79,5 Mrd Fr. (-2,2%) erwirtschaftet und damit die Markterwartungen erfüllt bis leicht übertroffen. Die Aktie war mit einem Plus von 7% die grosse Wochengewinnerin.

Das organische Wachstum betrug 3,6% und das interne Realwachstum kletterte um 1%. Negativ zu Buche schlugen Übernahmen (-0,6%) und Währungseffekte, welche die Umsatzzahlen mit -5,2% deutlich belasteten. Nestlé gehört damit ebenfalls zu den Opfern des derzeit starken Franken-Kurses.

Schielen auf Alcon-Gelder

Das organische Wachstum entwickelte sich bei den Produkten am stärksten im Bereich Kaffee/Tee/Schokodrinks: 9,8%. Ebenfalls stark zeigte sich der Bereich Heimtiernahrung mit 8,8% Wachstum. Die Pharma-Sparte steigerte sich immerhin um 5,9%. Pharmazeutische Produkte tragen bei Nestlé 7% zum Konzernumsatz bei. Über 90% des Umsatzes erzielt der Nahrungsmittelriese aber mit Food und Getränken.

Als Zückerchen für die Aktionäre hat Bulcke das Aktienrückkaufsziel für 2009 von 4 auf 7 Mrd Fr. erhöht. Damit kauft Nestlé dieses Jahr noch rund 3,6 Mrd Aktien zurück. Vom Aktienrückkaufprogramm von insgesamt 25 Mrd Fr. sind für 2010 noch 5 Mrd Fr. offen. Analysten rechnen damit, dass das Aktienrückkaufprogramm im 1. Halbjahr 2010 abgeschlossen wird. Ein weiteres könnte folgen - wird doch der erwartete Verkauf von Alcon Geld in die Kasse spülen.

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