SWISS LIFE. Der Lebensversicherer Swiss Life setzt gegenwärtig im für die Finanzdienstleister negativen Börsenumfeld einen kleinen Kontrapunkt. Die Aktie legte in den vergangen Tagen entgegen dem Trend zu. Der erzielte Preis für die beiden verkauften Tochtergesellschaften in den Niederlanden und in Belgien von rund 2,5 Mrd Fr. habe die Erwartungen übertroffen, heisst es bei den Analysten. Bereits der Verkauf der Banca del Gottardo vor zwei Wochen an BSI (1,8 Mrd Fr.) war auf Zustimmung gestossen.

Obwohl Swiss Life erst am 4. Dezember am Investorentag über die strategische Ausrichtung informiert, sind nun einige Punkte bekannt: Erstens kommen die Aktionäre in den Genuss eines Aktienrückkaufprogramms von 2,5 Mrd Fr. – ein Viertel des Börsenwerts. Die Frage ist, wie viel in Form von Dividenden und Sonderdividenden zurückfliesst. Zweitens hat Finanzchef Thomas Müller «ergänzende Zukäufe» in den Hauptmärkten Schweiz, Deutschland und Frankreich bekannt gegeben. Der Broker Helvea hat das Kursziel auf 370 Fr. gesetzt; vorsichtiger sind die Zürcher Kantonalbank und die Bank Vontobel, die die Aktie mit «Halten» einstufen.