Aktionäre des Zuger Medizinaltechnik-Unternehmens Lifewatch erhalten mehr Zeit, um ihre Aktien zum Kauf anzubieten. Sowohl der US-Konzern Biotelemetry als auch die Freiburger Aevis-Victoria-Gruppe haben die Angebotsfrist für ihr jeweiliges öffentliches Übernahmeangebot für Lifewatch verlängert.

Die Hauptangebotsfrist hätte eigentlich am Dienstag geendet. Die Verlängerungsfrist beginnt nun am Mittwoch und endet eine Woche darauf am 31. Mai, wie Lifewatch am Montagabend mitteilte. Die Übernahmekommission genehmigte einen entsprechenden Antrag von Biotelemetry sowie von Aevis Victoria. Letztere versandte dazu eine separate Mitteilung am Dienstag.

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Aevis-Angebot zu tief

Im Januar hatte die Freiburger Aevis-Victoria-Gruppe Lifewatch eine Übernahmeofferte vorgelegt. Der Lifewatch-Verwaltungsrat hatte im Mitte März seinen Aktionären empfohlen, das Aevis-Angebot nicht anzunehmen. Er erachtete den Preis als zu tief. In der Folge unterbreitete Biotelemetry ein Kaufangebot, das vom Verwaltungsrat unterstützt wird.

Biotelemetry bietet den Aktionären eine Mischung aus einer Barzahlung und eigenen Aktien. Dabei können die Aktionäre zwischen zwei Varianten wählen. Biotelemetry bietet für jede Lifewatch-Aktie entweder 0,1457 eigene Aktien sowie 10,00 Franken in bar oder 0,2185 Biotelemetry-Titel sowie 8,00 Franken in bar. Die Offerte hat einen Gesamtwert von 260 Millionen Franken. Die Offerte übersteigt das Angebot der Aevis-Victoria-Gruppe klar. Aevis bietet 10 Franken in bar oder 0,1818 eigene Anteile.

(sda/ise/mbü)