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Börse
Angst vor Handelskrieg: Aktien im Sinkflug

Menschen bewegen sich vor dem Logo der SIX Group
SIX: Logo am neuen Sitz im Westen Zürichs. Quelle: © KEYSTONE / ENNIO LEANZA

Die Verhaftung der Huawei-Managerin schickt Schockwellen durch das Finanzsystem. Schweizer Aktien rutschen erneut ab.

Veröffentlicht am 06.12.2018

Die Angst vor einem Handelsstreit schickt den Schweizer Aktienmarkt auch am Donnerstag weiter ungebremst in die Tiefe. Schon am Vortag gab es ein dickes Minus, der Leitindex SMI verlor die Marke von 9'000 Punkten aus den Augen. Am Donnerstag ist nun der Leitindex in der Eröffnung bereits unter 8'900 Punkten gefallen.

Inzwischen musste der SMI auch die 8'800-Marke preisgeben. Er steht aktuell 1,6 Prozent im Minus. Die Kurse aller 30 wichtigsten Aktien sind tiefrot gefärbt. Am stärksten verlieren am Markt die Technologietitel. Die Chipfirma AMS etwa verliert 6 Prozent. Auch die Finanztitel sind unter Druck, ebenso wie konjunkturabhängige Aktien und die Luxusgüteraktien.

Rote Zahlen weltweit

Erklärt wird diese Entwicklung mit der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin in Kanada. Dies weckt Befürchtungen, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China eine neue Dimension erreichen könnte. Ein weiterer Grund für die schlechte Stimmung sind zunehmende Ängste über den Zustand der US-Konjunktur, die am Mittwochabend mit dem Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed nicht zerstreut wurden. Mit umso grösserer Spannung wird auf die Vielzahl von US-Konjunkturzahlen am Nachmittag gewartet.

In Deutschland gibt der deutsche Leitindex ebenfalls rund 2 Prozent nach. In Frankreich verliert der CAC40 um 1,9 Prozent und der britische FTSE 100 sackt um 1,9 Prozent ab. Bereits in Asien waren die Märkte deutlich abgerutscht. In den USA hingegen hatte am Vortag in Gedenken an Ex-Präsident George Bush kein Börsenhandel stattgefunden.

(sda/ise)

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