Seit Anfang des Jahres haben die Aktien von Bucher Industries deutlich an Terrain eingebüsst, nachdem der Maschinen- und Werkzeughersteller mit einer Performance von fast 100% zu den Spitzenreitern im Börsenjahr 2007 gehörte. Inzwischen notieren die Aktien wieder auf dem Niveau von vergangenem Herbst. Für die Einbusse werden vor allem Gewinnmitnahmen verantwortlich gemacht sowie Unsicherheiten über die amerikanische Wirtschaftsentwicklung. Das Amerika-Geschäft machte bei Bucher im Jahr 2006 einem Umsatzanteil von 14% aus. «Fundamental erscheint mir der Rückgang trotz US-Exposure kaum gerechtfertigt», sagt Vontobel-Analyst Fabian Haecki. Denn das Unternehmen profitiert im Bereich Landmaschinen (Kuhn Group) stark vom Landwirtschaftstrend und den steigenden Preisen der Soft Commodities.

Umsatzsteigerung erwartet

Bucher Industries publiziert am 31. Januar den Auftragseingang und den Umsatz im Geschäftsjahr 2007. Die Analysten erwarten eine deutliche Umsatzverbesserung sowie eine zweistellige Steigerung des Auftragseingangs. Allerdings wird im Bereich Kuhn Group und Municipal (Kommunalfahrzeuge) eine Wachstumsverlangsamung in Aussicht gestellt. Bedingt durch Kapazitätsengpässe sieht Armin Rechberger, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank, bei Emhart Glass (Glasbehälter) im 4. Quartal den grössten Wachstumsrückgang von 41,2% auf 7,6%.

Nach wie vor werden die Titel von Bucher Industries von den Analysten mehrheitlich zum Kauf empfohlen.