Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenstart eine Verschnaufpause eingelegt und ist marginal tiefer aus dem Handel gegangen. Nach der jüngsten Rally habe man am Montag wieder ruhigere Töne angeschlagen, hiess es im Handel.

Die Anleger warten nun auf frische Impulse durch die laufende Berichtssaison der Unternehmen sowie durch Signale zur Zinspolitik der US-Notenbank Fed in den kommenden Tagen. Im Fokus steht insbesondere die Oktober-Sitzung des US-Offenmarktausschusses vom Mittwoch.

SMI quasi unverändert

Der Swiss Market Index (SMI) verlor am Montag 0,03 Prozent auf 8907,86 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) sank um 0,01 Prozent auf 9107,65 Zähler. Bei den 30 Blue Chips kamen auf 17 Gewinner 13 Verlierer.

Die grössten Gewinner waren die Titel der Credit Suisse mit einem Zuwachs von 1,6 Prozent. Die Aktien waren in der vergangenen Woche mit den Angaben zur neuen Strategie unter Druck gekommen.

Schindler im Hoch

Der Schindler-Kurs zog um 1 Prozent an; die Aktien des Lift- und Fahrtreppenkonzerns hatten bereits am Freitag im Zuge guter Quartalszahlen deutlich zugelegt. Gewinne verzeichneten auch andere zyklische Papiere wie Lonza (+0,9 Prozent) sowie Kühne+Nagel (+0,5 Prozent). Geberit-Aktien wurden am Vortag der Ergebnispublikation verkauft, ihr Kurs sank um 0,7 Prozent.

Anzeige

Auch Novartis wird am Dienstag Quartalszahlen publizieren, der Aktienwert stieg um 0,2 Prozent. Die anderen Index-Schwergewichte bewegten sich ebenfalls nicht weit von den Schlusswerten vom Freitag: Nestlé-Werte gaben um 0,3 Prozent nach und Roche-Genussscheine um 0,1.

Gewinnmitnahmen bei Syngenta

LafargeHolcim-Aktien verteuerte sich um 0,4 Prozent. Gewinnmitnahmen waren bei Syngenta zu beobachten, dessen Aktien 0,6 Prozent billiger wurden. Die Papiere des Agrochemiekonzerns hatten letzte Woche um deutliche 10,2 Prozent zugelegt nach dem Rücktritt des Konzernchefs.

«Profit taking» wurde im Handel auch im Fall der Julius-Bär-Aktien bemüht, die sich um 2,1 Prozent verbilligten. Im Bankensektor stiegen die UBS-Valoren um 0,3 Prozent. Die grossen Versicherer Swiss Re (+0,4 Prozent) und Zurich Insurance (+0,1 Prozent) lagen etwas über dem Markt.

Transocean im Minus

Die grössten Verluste verzeichneten die Aktien des US-Ölbohrdienstleisters Transocean mit minus 2,3 Prozent. Im breiten Markt fielen AMS-Aktien mit Verlusten von 7,3 Prozent auf. Demgegenüber gewannen Myriad-Aktien am Tag vor dem Investorentreffen mit sehr hohen Volumen 3,8 Prozent Wert hinzu.