An der Obligationenbörse haben die Anleger zu Wochenbeginn nach neuen Anleihen gegriffen. Gefragt waren vor allem die beiden Bonds des Kantons Basel-Landschaft. Mit einer neunjährigen Obligation nahm der Kanton 175 Millionen Franken auf. Der Coupon beträgt 0,25 Prozent. Zudem wurde eine Anleihe mit einer Laufzeit von 17 Jahren und 200 Millionen Franken Emissionsvolumen angeboten. Die Verzinsung beträgt 0,75 Prozent. Trotz niedriger Renditen griffen die Anleger zu. «Es handelt sich um Level-1-Anleihen, die als Sicherheiten für Geschäfte mit der SNB verwendet werden können», sagte ein Händler.

Diversifikationsüberlegungen verhalfen auch Wells Fargo zu einer erfolgreichen Platzierung. Die US-Grossbank nahm mit einer siebenjährigen Anleihe mit 0,375-Prozent-Coupon 200 Millionen Franken auf.

Verhalten am Sekundärmarkt

Im Sekundärmarkt hielten sich die Marktteilnehmer dagegen zurück. Während die Hoffnung auf einen Konjunkturaufschwung in den USA die Kurse der Zinspapiere belastete, bremste die Furcht vor einer Pleite Griechenlands den Kursrückgang, hiess es. Ohne ein Einlenken im Schuldenstreit droht dem Land nach Ansicht der deutschen Bundesbank die Insolvenz. «Auch wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer behauptet, eine Pleite Athens sei in den Kursen bereits enthalten, weiss niemand, ob es nicht doch zu Verwerfungen an den Märkten kommt», sagte ein Händler.

Zudem sei ungewiss, ob die jüngste Korrektur der Bondmärkte abgeschlossen ist. «Die Experten streiten sich noch über die Ursachen des Bond-Crashs», sagte ein Händler. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) erwartet in den kommenden zwei bis vier Monaten leicht sinkende Renditen bei den Franken-Obligationen.

Die Rendite der zehnjährigen Referenzanleihe der Eidgenossenschaft ging auf 0,046 (Freitag: 0,099) Prozent zurück. Der Zinsfuture Conf schloss bei geringen Umsätzen mit 164,84 Prozent praktisch unverändert.

(reuters/chb)

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