Enttäuschende Bilanzen von US-Technologiefirmen und der Konkurs der US-Grossstadt Detroit haben die Anleger am Freitag in den sicheren Hafen der Franken-Obligationen getrieben. Auch die politischen Probleme in verschuldeten Euro-Ländern und die verhaltenen Wirtschaftsaussichten für grosse Teile der Welt dämpften den Risikoappetit.

Stärker gefragt waren Obligationen der Eidgenossenschaft und der Pfandbriefinstitute. Allerdings blieben die Umsätze saisonbedingt gering. Im Sekundärmarkt gab es Händlern zufolge noch einige ansprechende Abschlüsse bei Anleihen erster Güte. Im Graumarkt dagegen war das Geschäft mangels neuer Emissionen dünn.

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Der Konkursantrag der Metropole Detroit rüttelte die Anleger auf. «Es war zwar schon seit einiger die Rede, dass in den USA auch grosse Kommunen pleitegehen könnten», sagte ein Händler. «Aber das hat die Leute nun schlagartig daran erinnert, dass nicht nur Europa ein gröberes Schuldenproblem hat.»

Charttechniker sehen Aufwärtstrend am Ende

Investoren dürften künftig wohl wieder stärker auf die Qualität von öffentlichen Schuldnern achten. Das dürfte sich tendenziell positiv auf die Anleihen der Eidgenossenschaft auswirken.

Der Zinsfuture Conf stieg um 24 Basispunkte auf 147,85 Prozent. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) berechnete den zehnjährigen Kassazinssatz am Vormittag mit 1,03 (Vortag: 1,06) Prozent. Die Charttechniker sehen Anzeihen dafür, dass der Aufwärtstrend bei den Renditen ausläuft. Die kurzfristigen Momentum-Indikatoren zeigten einen leichten Abwärtsdruck an, hiess es. 

(tno/reuters)