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Aufwärtstrend
Anleger suchen Sicherheit in Gold und Staatsanleihen

Gold: Der Preis steigt weiter. Flickr/CC/Michael Mandiberg

An den Weltbörsen hallt der Brexit-Entscheid immer noch nach. Die Anleger scheuen das Risiko – Gold, Staatspapiere und harte Währungen sind gefragt.

Veröffentlicht am 06.07.2016

Wegen der unklaren Aussichten für die Weltkonjunktur nach dem Brexit-Referendum nehmen immer mehr Anleger Kurs auf sichere Häfen. Die «Antikrisen-Währung» Gold stieg am Mittwoch um bis zu 1,2 Prozent und war mit 1371,40 Dollar je Feinunze so teuer wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren. Die japanische Währung stand ebenfalls hoch im Kurs: Das Pfund Sterling fiel auf ein Dreieinhalb-Jahres-Tief von 128,81 Yen.

Parallel dazu rutschte die Rendite der 20-jährigen japanischen Staatsanleihen erstmals unter die Marke von null Prozent. Deutsche Bundestitel mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten mit minus 0,191 Prozent so niedrig wie nie zuvor. Für Verunsicherung unter Investoren sorge die unklare politische Zukunft Grossbritanniens, sagte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen.

May war Brexit-Gegnerin

Sollte Innenministerin Theresa May das Amt des zurückgetretenen Premiers David Cameron übernehmen, sei fraglich, ob das Land offiziell den Ausstieg aus der EU beantragen wird. «Schliesslich hatte sich May vor dem Referendum für einen Verbleib Grossbritanniens in der EU ausgesprochen. Auf der anderen Seite hat May seit ihrer Kandidatur eine recht harte Linie in Bezug auf die Verhandlungen mit der EU angedeutet.»

Bei einer Abstimmung der Konservativen im Parlament erhielt May die meisten Stimmen. Zwei von der Fraktion bestimmte Kandidaten müssen sich im September in einer Stichwahl der Parteibasis stellen.

(reuters/mbü/ama)

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