Überraschend starke Geschäftszahlen von Apple haben die asiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte beflügelt. Vor allem die Papiere von Zulieferern des iPhone-Herstellers gehörten zu den Gewinnern. Technologieaktien notierten so stark wie seit 17 Jahren nicht mehr.

Auch die zuletzt positiven Konjunkturdaten hoben die Stimmung. Alle wichtigen Einkaufsmanagerindizes notierten über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern, sagte Alan Ruskin, Börsenexperte bei der Deutschen Bank. Das ermutige die Anleger. Der niedrigere Ölpreis trat dabei in den Hintergrund. Der Rohstoff verbilligte sich wegen der höheren Lagerbestände in den USA wieder etwas.

MSCI-Index legt zu

In Tokio schloss der Nikkei-Index am Mittwoch rund 0,5 Prozent im Plus bei 20'080 Punkten. Die chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen notierten kaum verändert. Auch an anderen Aktienmärkten behaupteten sich die Kurse. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik ohne Japan legte 0,1 Prozent zu und lag damit auf dem höchsten Niveau seit fast zehn Jahren.

Apple verkaufte überraschend viele iPhones und iPads, der Gewinn schnellte nach oben. Das verhalf den Aktien zu einem Rekordhoch. In Asien legten die Papiere von Apple-Zulieferern zu. LG Innotec-Papiere gewannen zehn Prozent, SK Hynix-Titel notierten fast vier Prozent fester, Murata Manufactoring-Aktien stiegen um fast fünf Prozent. Der MSCI-Technologieindex erreichte den höchsten Stand seit Anfang 2000, bevor die damalige Technologieblase platzte.

Dollar legt zu

Am Devisenmarkt legte der Dollar leicht zu. Investoren warten auf die Arbeitsmarktdaten für Juli, die am Freitag veröffentlicht werden und von denen sie sich Aufschluss über den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed erhoffen.

(sda/cfr)