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Anleihen
Apple holt sich mehr als eine Milliarde Franken

Apple: Der IT-Konzern ist am Franken-Kapitalmarkt aktiv.Keystone

Die Obligationenbörse ist von regem Emmissionsgeschäft geprägt. Apple und Sunrise stehen im Fokus.

Veröffentlicht am 11.02.2015

Ein reges Emissionsgeschäft hat am Dienstag den Handel an der Obligationenbörse geprägt. Zahlreiche Schuldner kündigten die Ausgabe von Papieren an oder loteten den Markt aus. Im Zentrum des Interesses stand Apple. Der iPhone-Hersteller kam zum ersten Mal auf den Franken-Kapitalmarkt und sammelte mit zwei Anleihen insgesamt 1,25 Milliarden Franken ein.

Sehr gute Nachfrage

Der kürzere Bond mit einer Laufzeit von knapp zehn Jahren und einem Coupon von 0,375 Prozent kam auf ein Volumen von 875 Millionen Franken. Die zweite bis 2030 laufenden Anleihe und einem Coupon von 0,75 Prozent brachte 375 Millionen.

Die Nachfrage nach den beiden Apple-Bonds war laut Händlern trotz einer Rendite von 0,28 respektive 0,74 Prozent sehr gut. «Wir sahen Zeichnungen aus allen Lagern, aus dem Private Banking über das Assetmanagement hin zu den Institutionellen», sagte ein Händler. «Ein neuer erstklassiger Schuldner und eine Diversifikationsmöglichkeit mit einer wenn auch nur geringen Rendite», sagte ein anderer Händler.

Die Eidgenossenschaft kündigte im Rahmen der monatlichen Auktion die Aufstockung des 1,5 Prozent Referenzbonds 2025 und der 1,25 Prozent Obligation 2037 an. Die Zeichnung endet am Mittwoch. Mit Renditen von minus 0,06 und 0,36 Prozent spricht die Emission mehr institutionelle Marktteilnehmer an. «Einiges davon dürfte auch ins Ausland abfliessen, wo die Käufer mit den Papieren am Swapmarkt noch ein wenig verdienen können», sagte ein Händler.

Pfandbriefbank lotet Markt aus

Die Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute lotete den Markt für eine mehrteilige Transaktion aus. Einzelheiten sollen am Mittwoch veröffentlicht werden, hiess es.

Konkreter ist die Emission einer nachrangigen Anleihe der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Die ZKB peilt laut Händlern mit einem eigenkapitalbezogenen Papier, das eine Laufzeit von zehn Jahren aufweist, eine Emissionsgrösse von 300 Millionen Franken an. Nach fünf Jahren könne die Anleihe gekündigt werden.

Sunrise-Bond am Horizont

Der Telekomkonzern Sunrise will nach dem erfolgreichen Börsendebut am vergangenen Freitag mit einem Bond nachziehen. Angepeilt würden insgesamt 500 Millionen Franken, hiess es im Markt. Dabei soll ein Teil auf Franken und der andere auf Euro lauten. Die Laufzeit soll maximal sieben Jahre betragen. Die Rendite für das Franken-Papier soll zwischen zwei und 2,25 Prozent und für den Euro-Bond 2,5 bis 2,75 Prozent betragen.

Nach wie vor gute Nachfrage gibt es bei den Geldmarktbuchforderungen der Eidgenossenschaft. Bei der jüngsten Auktion dreimonatiger Papiere teilte die Finanzverwaltung bei Zeichnungen von 4,25 Milliarden Franken knapp 663 Millionen Franken zu. Die Rendite beträgt minus 1,373 Prozent. "Dass die Rendite immer negativer wird, scheint die Investoren nicht zu kümmern", sagte ein Händler. Viele Grossanleger parkten ihr Geld lieber an einem sicheren Ort und bezahlten dafür eben eine Versicherungsprämie in Form einer negativen Verzinsung.

«Immer mehr Banken geben die Strafzinsen der Nationalbank an ihre Kunden weiter», sagte ein Händler. Derzeit verlangt die Notenbank von Banken einen Strafzins von 0,75 Prozent, wenn ihre Guthaben bei der SNB einen Maximalbetrag überschreiten.

(reuters/chb/ama)

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