An den asiatischen Aktienmärkten haben zum Wochenauftakt die Hoffnungen auf einen weiteren Höhenflug der Weltbörsen die Oberhand gewonnen. Der 225 Werte umfassende japanische Leitindex Nikkei schloss am Montag mit 20’067 Punkten 0,62 Prozent im Plus. Ein möglicher Angriff auf Muslime in London mit mindestens einem Toten und der Beginn der Brexit-Verhandlungen in Brüssel liessen das britische Pfund weitgehend unbeeindruckt.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte 0,7 Prozent zu. Die Börse in Shanghai tendierte 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen legte um 0,63 Prozent zu.

Prinzip Hoffnung

«Grundsätzlich bleibt das Umfeld für den Risikoappetit der Anleger ziemlich günstig», sagte Asien-Spezialist Khoon Goo von der Australia and New Zealand Banking Group in Singapur. Nachdem die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed nicht mehr im Raum stehe, richte sich die Aufmerksamkeit an den asiatischen Märkten auf die Frage, ob sich die wirtschaftliche Erholung fortsetze. Die Anleger setzten unter anderem darauf, dass es an der Wall Street auch wieder aufwärtsgehen werde, ergänzte Analyst Yutaka Miura vom Broker Mizuho Securities.

Am Devisenmarkt in Fernost gab es wenig Bewegung. Der Euro notierte kaum verändert bei 1,1194 Dollar. Der Dollar legte zur japanischen Währung leicht zu auf 111,06 Yen. Der Schweizer Franken lag zum Euro ebenfalls wenig verändert bei 1,0904 wie auch zum Dollar bei 0,9742.

Brexit-Poker beginnt

Das britische Pfund notierte bei 1,2768 Dollar ebenfalls kaum verändert. Grossbritannien steht am Montag wegen des Auftakts der Brexit-Verhandlungen mit der EU im öffentlichen Fokus. Brexit-Minister David Davis und EU-Unterhändler Michel Barnier kommen am Vormittag (11.00 Uhr) in Brüssel zusammen. Nach einem Arbeitsessen der beiden Politiker sollen sich am Nachmittag einzelne Verhandlungsgruppen treffen, bevor Davis und Barnier am Abend vor die Presse treten.

Offiziell noch unbestätigt ist ausserdem, ob es sich bei einem schweren Zwischenfall in der Nacht in London vor einer Moschee um einen Anschlag auf Muslime handelte. Nach dem Abendgebet zum Fastenmonat Ramadan war vor der Finsbury-Park-Moschee im Norden der britischen Hauptstadt ein Kleintransporter in eine Gruppe Gläubiger gerast. Dabei wurden mindestens ein Mensch getötet und zehn weitere verletzt.

(reuters/ise)