Ein wichtiger chinesischer Konjunkturindikator ist auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen. Der offizielle PMI-Index, der die Stimmung in den Chefetagen von produzierenden Unternehmen misst, fiel im November im Vergleich zum Vormonat von 49,8 auf 49,6 Punkte zurück. Das teilte das Statistikamt in Peking mit. Werte über der Schwelle von 50 Punkten deuten auf eine positive Stimmung in der Wirtschaft hin, während darunter von einem Abschwung auszugehen ist.

Eine leicht bessere Stimmung bei Industrieunternehmen machte dagegen das chinesische Wirtschaftsmagazin Caixin aus. Ein alternativ vom Magazin erhobener PMI-Index stieg leicht von 48,3 auf 48,6 Punkte. Während der offizielle PMI auf einer Umfrage bei 3000 relativ grossen Unternehmen basiert, werden für den Caixin-Index vorwiegend kleine und mittelgrosse Firmen befragt.

Kein Schock in Shanghai

Die Börsen nehmen die Nachricht relativ gut auf. In Shanghai tendiert der Markt leicht tiefer. Die anderen asiatischen Märkte liegen grösstenteils im Plus.

Die Börse in Tokio profitierte Händlern zufolge unter anderem vom schwachen Yen, der der exportlastigen japanischen Wirtschaft zugutekommt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte ein Prozent fester mit 19’947 Punkten. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte mit Ausnahme Japans legte 1,4 Prozent zu.

Exporttitel als Gewinner

Gewinner waren Exporttitel wie Honda mit einem Plus von 2,5 Prozent und Advantest, die 1,8 Prozent anzogen. Nissan dagegen gaben 2,8 Prozent nach. Einem Pressebericht zufolge will das Unternehmen seinen Anteil am Partner Renault auf über 25 Prozent ausbauen, um den Einfluss der französischen Regierung auf die Allianz der beiden Autobauer zu begrenzen.

An den Devisenmärkten in Fernost notierte die chinesische Währung zunächst kaum verändert. Der Renminbi wird vom Internationalen Währungsfonds zur fünften Weltwährung aufgewertet. Der Euro erholte sich leicht auf 1,0577 Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Dollar mit 122,82 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0870 und zum Dollar mit 1,0276.

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(reuters/ise/chb)