Die asiatischen Aktienmärkte sind am Donnerstag dem Abwärtstrend der Wall Street gefolgt. Investoren gehen davon aus, dass die US-Notenbank (Fed) noch in diesem Jahr die Zinsen anheben wird. Gestützt wurde diese Einschätzung durch die positive Konjunktureinschätzung der Fed.

In China wurden die Aktienbörsen von neuen Ermittlungen der Finanzaufsicht verunsichert. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua hatte berichtet, dass die Behörden den Aktien-Terminhandel von 46 Unternehmen unter die Lupe nehmen wollen. Dahinter steht die Befürchtung, dass die mit geringen Einsätzen aufgebauten Handelspositionen den Markt für einen Absturz anfällig machen.

Fast alle asiatischen Börsen im Minus

Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien ausserhalb Japans lag ein Prozent im Minus. In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Prozent und schloss bei 17'606 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index ging mit 1413 Zählern aus dem Handel, einem Minus von 1,1 Prozent. Auch fast alle anderen asiatischen Börsen lagen im negativen Bereich.

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Analysten zufolge sind die Märkte über den Optimismus der Fed etwas überrascht. Dieser stehe im Kontrast zum Vorgehen der meisten anderen Notenbanken. «Fast jede Zentralbank will im Gegensatz zur Fed im Moment ihre Währung schwächen», sagte Kaneo Ogino von Global-info Co.

Euro blieb unter Druck

Der Euro blieb wegen der Spannungen am griechischen Finanzmarkt unter Druck. Die Gemeinschaftswährung gab an den asiatischen Devisenmärkten nach. Ein Euro wurde mit 1,1363 Dollar bewertet.

(awp/ise/chb)