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Asiens Börsen finden den Weg zurück ins Plus

Tokio: Der starke Yen drückt die Börse ins Minus. Keystone

Mit Ausnahme von Japan lagen die asiatischen Handelsplätze am Montag im positiven Bereich. Analysten geben aber in Anbetracht der Nordkorea-Spannungen noch keine Entwarnung.

Veröffentlicht am 14.08.2017

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag uneinheitlich tendiert. Während die Tokioter Börse auch wegen des starken Yen im Minus schloss, lagen die meisten anderen Handelsplätze der Region im positiven Bereich.

Nach drei Handelstagen mit Verlusten stiegen die Anleger wieder ein. Analysten zufolge dürften die geopolitischen Spannungen aber auch in den nächsten Tagen die Stimmung belasten.

Knapp tiefer

Am Dienstag feiert Nordkorea den Tag der Befreiung von der japanischen Besetzung. Am 21. August soll ein gemeinsames Militärmanöver von südkoreanischen und US-Streitkräften beginnen.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zum Wochenauftakt knapp ein Prozent tiefer bei 19'537 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,1 Prozent nach auf 1599 Zähler. Der MSCI-Index für die Aktien ausserhalb Japans lag 0,79 Prozent im Plus.

Höher in China und Südkorea

In China stiegen die Aktienkurse, obwohl wichtige Konjunkturzahlen schlechter ausgefallen sind als erwartet. Nach offiziellen Angaben stellten die Firmen 6,4 Prozent mehr her als vor Jahresfrist. Analysten hatten allerdings mit einem Zuwachs von 7,2 Prozent gerechnet. Im Juni lag das Wachstum bei 7,6 Prozent.

Der chinesische CSI300-Index stieg im Handelsverlauf um 1,29 Prozent. Der Shanghai Composite gewann 0,8 Prozent. In Hongkong legte der Hang-Seng-Index 1,12 Prozent zu. Der südkoreanische Kospi-Index stieg um 0,77 Prozent.

Exportwirtschaft fürchtet starken Yen

Wegen der Spannungen zwischen den USA und Nordkorea gab der Dollar nach. Für die japanische Exportwirtschaft verheisst dies schlechte Aussichten, da ein stärkerer Yen die Ausfuhren verteuert. Die Kurse an der Tokioter Börse gaben daher nach.

Dieser Trend konnte auch durch den Blick auf die bisherige Wirtschaftsentwicklung nicht gewendet werden, obwohl die japanische Wirtschaft im zweiten Quartal überraschend stark gewachsen ist. Regierungsdaten zufolge legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet um vier Prozent zu. Es stieg damit das sechste Vierteljahr in Folge und verzeichnete das stärkste Plus seit dem ersten Quartal 2015. Analysten hatten lediglich mit einem Wachstum von 2,5 Prozent gerechnet.

(sda/jfr/me)

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