Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag kaum verändert gezeigt. Vor allem die Kurseinbussen der beiden Grossbanken bremsten den Markt. Das Geschäft verlief Händlern zufolge bei dünnen Umsätzen in ruhigen Bahnen. «Es ist noch immer Ferienzeit und die die meisten Grosskonzerne haben ihre Ergebnisse präsentiert», sagte ein Analyst. Auch wichtige Konjunkturzahlen stehen nicht auf dem Programm.

Der SMI notierte mit 9157 Zählern praktisch auf dem Vortagsniveau. Am Montag war der Leitindex um 0,2 Prozent gesunken. «Wir stehen noch immer nahe am Jahreshoch und am oberen Rand der von 8800 bis 9150 Punkte reichenden Handelsspanne», sagte ein Händler. Für einen Ausbruch müsste der SMI über 9200 Zähler steigen. «Vorerst fehlen uns die Impulse dafür», erklärte der Händler. Unterstützend wirke der weiterhin schwächelnde Franken.

Swissquote im Hoch

Im Blick hatten die Anleger weiterhin vor allem kleinere und mittelgrosse Firmen, die Zwischenberichte vorlegten. Die guten Ergebnisse des Apothekenbetreibers Galenica und der Pharmafirma Vifor wurden mit Kursanstiegen von 1,8 und 5,2 Prozent honoriert. Auch die Online-Bank Swissquote zog mit einem erfreulichen Zwischenbericht Käufer an. Die Aktien schnellten zehn Prozent hoch. Swissquote habe deutlich besser als erwartet gearbeitet und die Kundenvermögen stärker als erwartet gesteigert, kommentierten die Analysten der ZKB.

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Dagegen büssten die Anteile von Oerlikon trotz eines guten Ergebnisses 1,7 Prozent ein. Händler verbuchten das unter Gewinnmitnahmen. «Die Anleger vermissen Angaben über mögliche Akquisitionen und Bereichsverkäufe», sagte ein Experte. «Das hat enttäuscht.» Die Platzierung von 63’000 Aktien aus dem Eigenbestand belastete den Kurs des Belag- und Klebstoffherstellers Forbo nicht. Nach einem leichteren Start griffen Investoren zu und die Aktien stiegen um 1,7 Prozent.

Banken und Versicherungen weniger gefragt

Bei den Bluechips bröckelten die Kurse der Grossbanken ab. Händler sahen einen möglichen Grund dafür in den zuletzt wieder deutlich gesunkenen Anleihenrenditen. Credit Suisse sanken um 0,9 Prozent und UBS schwächten sich um 0,2 Prozent ab. Auch die Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel waren weniger wert. Auch die Versicherungswerte neigten mehrheitlich zur Schwäche. Die Zurich-Aktien sanken um 0,2 Prozent. Der Versicherer veröffentlicht am Donnerstag den Zwischenbericht.

Freundlich zeigten sich dagegen die Aktien zyklischer Firmen. Die Anteile des Personaldienstleisters Adecco und der Inspektionsfirma SGS legten 0,4 und 0,2 Prozent zu. Die Quartalsbilanz von Adecco wird am Donnerstag erwartet. Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB waren 1,1 Prozent im Plus und die des Duftstoff- und Aromenherstellers Givaudan legten 0,2 Prozent zu. Dagegen schwächten sich die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch und des Luxusgüterherstellers Richemont leicht ab. Bei schwergewichtigen Pharmatiteln waren Novartis stabil und Roche legten 0,2 Prozent zu. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestlé gaben geringfügig nach.

(sda/mbü)