Nach Asien und Europa sind nun US-Börsen in den Handel gestartet: Der Leitindex Dow Jones stand um kurz nach 16 Uhr (MEZ) mit einem Minus von 1,78 Prozent bei 11'241 Punkten. Der Nasdaq-Composite verlor 2,47 Prozent auf 2470 Zähler, der S&P 500 2,19 Prozent auf 1173 Punkte.

Nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poors (S&P) hatten Analysten bereits mit einem deutlichen Minus gerechnet. In der Vorwoche hatte der US-Leitindex zwischenzeitlich den massivsten Kursrutsch seit zwei Jahren erlitten: Trotz eines moderaten Plus zum Wochenausklang hatte der Dow in den vergangenen fünf Handelstagen insgesamt fast sechs Prozent an Wert eingebüsst. Der Technologieindex Nasdaq hatte sogar mehr als sieben Prozent verloren.

Die US-Abstufung habe in einem ohnehin fragilen Markt für weitere Unsicherheit gesorgt, sagte ein Börsianer. Zudem wurden die Ängste vor einer Abschwächung der Konjunktur in jüngster Zeit immer wieder von Daten untermauert. Die Experten von Barclays betonten, dass der Schritt von S&P historisch sei, da die USA erstmals ihr Top-Rating verloren hätten. Allerdings sei das Ganze nicht überraschend gekommen. Da zum Wochenauftakt weder auf Konjunktur- noch auf Unternehmensseite nennenswerte Zahlen anstehen, dürfte der Handel vor allem von makroökonomischen Themen getrieben werden.

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Der Deutsche Aktienindex (Dax) fiel nach der US-Ratingabstufung zwischenzeitlich auf 6015 Punkte. Das ist der tiefste Stand seit elf Monaten. Auch an der Schweizer Börse herrscht Verkaufsstimmung. Der SMI lag am Vormittag zeitweise im Plus, unterschritt dann am späten Nachmittag aber die Marke von 5000 Punkten und lag damit fast 3,5 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag.

(laf/tno)