Arbeitslose geben nicht viel Geld aus. Sie putzen ihre Zähne, schalten daheim den Strom an und begeben sich, wenn nötig, in ärztliche Behandlung. Firmen, die entsprechende Produkte oder Dienstleistungen anbieten, könnten attraktive Investments bleiben in einer Zeit, in der die Wirtschaft auf einen «Aufschwung ohne Arbeitsplätze» zusteuert.

Anlegern, die schon Rezessionen mit relativ hohem Ausgabenniveau erlebt haben, kann ein Schock bevorstehen, da Konsumenten mit hohen Schulden sich nun einige Zeit bei Ausgaben zurückhalten werden. Dies macht Investments schwierig. Die Aufwendungen für die medizinische Grundversorgung bleiben stabil. Dennoch führt eine hohe Arbeitslosenrate dazu, dass weniger Patienten versichert sind, was Krankenversicherer wie Aetna und Humana unter Druck bringen kann.

Im Einzelhandel verhält es sich ähnlich. Kostenbewusste Konsumenten halten ihr Geld zusammen. Das ist schlecht für Einzelhändler wie die Luxus-Kaufhauskette Nordstrom. Billigpreisanbietern wie die Wal-Mart Stores und McDonald’s könnte es dagegen weiterhin gut gehen.

David Kovacs, CIO bei Turner Investment Partners, mag «Unternehmen, welche die Leute mit dem, was sie brauchen, versorgen. Und da die Menschen weniger auswärts essen gehen, scheint der günstige Lebensmittelhändler Kroger laut Andrew Wolf, Analyst bei BB & T Capital Markets, «der am besten positionierte Supermarkt» zu sein.

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