Mit einem Umsatzplus von 8,5% auf 265,3 Mio Fr. im Geschäftsjahr 2007 konnte der Maschinen- und Anlagenbauer Mikron die Erwartungen der Bank Vontobel knapp nicht erfüllen. Dagegen überraschte die Gesellschaft mit einem Auftragseingang vom 312,5 Mio Fr., was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 36,6% entspricht. Beim Ebit und beim Unternehmensergebnis rechnet das Unternehmen mit Sitz in Biel ebenfalls mit einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Präsentiert wird das gesamte Zahlenset am 7. März 2008.

Der Knackpunkt bei Mikron liegt allerdings weniger bei den Umsatz- und Auftragszahlen, als vielmehr auf der Stufe der operativen Marge. Diese schätzt Vontobel-Analyst Fabian Haecki bei den Bielern auf 4,1%, während in der Industriebranche durchschnittliche Werte zwischen 7 und 10% erzielt werden. «Da die Firma weitere Kapazitäten schaffen muss, könnten die zusätzlichen Aufträge nun zu einem Fixkostensprung führen», befürchtet Haecki. Dadurch scheint die Margenexpansion auch künftig limitiert. Angesichts der stark gestiegenen Aktienrisikoprämien für kleine Industriewerte empfiehlt er, die Mikron-Titel zu reduzieren.