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Anstieg
Ausländer stürzen sich in Franken-Primärmarkt

Schweizer Franken: Anleihen aus dem Ausland dominieren – auch aus Grossbritannien. (Bild: Bloomberg)

Schuldner im Ausland entdecken den Franken-Primärmarkt neu - seit einigen Tagen dominieren Anleihen aus dem Ausland das Geschäft.

Veröffentlicht am 30.08.2013

Ausländische Schuldner haben den Franken-Primärmarkt neu entdeckt. Seit einigen Tagen dominierten Anleihen aus dem Ausland das Geschäft, sagten Händler. Und die Transaktionen stiessen mehrheitlich auf ein sehr gutes Interesse.

«Wir sind bei weitem noch nicht da, wo wir vor der Finanzkrise waren, als mehr als die Hälfte der Neuemissionen von ausländischen Schuldnern begeben wurden», sagte ein Händler. Aber das Geschäft habe sich merklich belebt. Dabei komme ihnen auch entgegen, dass derzeit kurze Papiere bevorzugt würden.

Sollten Renditen anziehen, hört Reigen auf

Nach dem chilenischen Banco de Credito e Inversiones, der Svenska Handelsbanken, der niederländischen ING und der Korea Western Power (KOWEPO) an den Vortagen folgten die australische CBA mit einer fünfjährigen Anleihe über 150 Millionen Franken und die niederländische ABN Amro Bank mit einem sechsjährigen Bond über 100 Millionen Franken.

Ob dieser Trend anhält, hänge auch davon ab, wie sich die Währungskurse und Zinsdifferenzen zum Ausland entwickeln. Sollten die Renditen weiter anziehen, weil die US-Notenbank aus der ultra-lockeren Geldpolitik aussteigt, könnte der Reigen schon anhalten, sagte ein Händler.

Doch scheine das Zinssteigerungspotenzial limitiert. Nach dem jüngsten und relativ starken Renditeanstieg bei den Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren und mehr erwarten viele Ökonomen nun eine Stabilisierung.

Steile Zinskurve

Die Zinskurve sei in den meisten Währungen sehr steil geworden und da die Notenbanken an ihrer Nullzins-Politik festhielten, scheine das Risiko nach beschränkt, schrieb Philipp Bärtschi, Anlagestratege der Bank SafraSarasin in einem Kommentar. Solange sich das Wirtschaftswachstum beschleunige, dürften sich die Zinsen aber auch nicht wieder stark entspannen. Vor allem bei den Staats- und Unternehmensanleihen von hoher Qualität sei das Renditepotenzial beschränkt.

Der September-Conf, der kommende Woche ausläuft, stieg um sechs Basispunkte auf 146,86 Prozent und der nachfolgende Dezember-Kontrakt legte vier Ticks auf 144,78 Prozent zu. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) berechnete den zehnjährigen Kassazinssatz am Morgen mit 1,14 (Vortag: 1,18) Prozent.

(reuters/chb/vst)

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