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Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell beflügeln US-Börsen

Jerome Powell
US-Notenbank-Chef Jerome Powell. Quelle: Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved.

Das gibt den Börsen Aufschub: US-Notenbankchef Jerome Powell stellt in Aussicht, den Leitzins langsamer zu erhöhen als gedacht.

Veröffentlicht am 29.11.2018

Schwindende Sorgen vor einer zu straffen US-Geldpolitik und Hoffnungen auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Wall Street am Mittwoch beflügelt. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte zuvor in New York erklärt, seine Politik der stufenweisen Zinserhöhungen sei so angelegt, dass Gefahren ausbalanciert würden.

Die aktuelle Leitzinsspanne von 2,0 bis 2,25 Prozent liege «knapp unter» dem geschätzten neutralen Niveau, mit dem die Wirtschaft weder gefördert noch gebremst werde. Das lege den Schluss nahe, dass möglicherweise nicht mehr so viele Zinserhöhungen kommen würden wie von Investoren erwartet, sagte Ökonom Jack Ablin vom Anlageberater Cresset Wealth Advisors.

Dow Jones schliesst mit einem Plus

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 25.366 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 2743 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte knapp drei Prozent auf 7291 Stellen vor.

Vor Powells Äusserungen hatte der Dow knapp ein Prozent im Plus gelegen. Dazu hatten Äusserungen eines Wirtschaftsberaters von US-Präsident Donald Trump beigetragen, wonach ein Treffen Trumps mit Chinas Präsident Xi Jinping am Samstag in Buenos Aires als Möglichkeit gesehen werde, im Handelsstreit mit China «das Blatt zu wenden». Berater Larry Kudlow hatte aber hinzugefügt, bislang sei Trump enttäuscht von Chinas Reaktion. An der Börse stand gleichwohl der optimistische Aspekt der Aussage im Fokus.

Bei den Einzelwerten stand Tiffany unter Druck. Der Juwelier bekam die nachlassende Kauflust chinesischer Kunden zu spüren. Die Aktien stürzten um 11,8 Prozent ab, nachdem die Quartalsumsätze schlechter ausfielen als erwartet. Auch beim Ausblick gab sich Tiffany weniger optimistisch als erhofft.

Dank eines brummenden Cloud-Geschäftes übertraf der Softwarehersteller Salesforce indes die Erwartungen der Analysten. Die Papiere stiegen um 10,3 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 694 Milliarden Aktien den Besitzer. 2952 Werte legten zu, 729 gaben nach und 185 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Milliarden Aktien 2424 Titel im Plus, 678 im Minus und 159 unverändert.

(reuters/tdr/me)

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