1. Home
  2. Invest
  3. Autozulieferer SHW AG gibt ordentlich Gas

Value-Wert
Autozulieferer SHW AG gibt ordentlich Gas

Stefan Pierer (l.) begutachtet ein neues Automodell.
KTM Power Sports CEO Stefan Pierer (l.): Der österreichische Industrielle ist gross bei SWH eingestiegen.Quelle: Keystone

Der Autozulieferer tritt aufs Gaspedal. Nach einem Übergangsjahr ist 2018 und in den Jahren danach, ist mit deutlichen Steigerungen bei Umsatz und Gewinn zu rechnen.

Von Georg Pröbstl*
am 23.02.2018

Das Kursziel ist zwar noch nicht erreicht. Doch immerhin bringt die Aktie von SHW AG seit Besprechung an dieser Stelle im vergangenen April inklusive Dividende bereits ein Plus von 17,9 Prozent. In den letzten zehn Monaten hat sich auch viel getan beim Zulieferer der Autoindustrie.

Zuerst einmal: Die Aktie wird zunehmend rar. Durch den Einstieg des österreichischen Industriellen Stefan Pierer im Juni hat sich der Freefloat inzwischen stark verringert. Lag der Streubesitz beim Spezialisten für Pumpen, Motorkomponenten und Bremsscheiben vor einem Jahr noch bei etwa 50 Prozent so liegen nun nur noch etwa 25 Prozent in der Hand von Kleinanlegern.

Übernahmephantasie

Da könnte wie schon im letzten Sommer jederzeit wieder Übernahmephantasie aufflammen und den Kurs beflügeln. Aber auch das operative Geschäft dürften die Aktie in den nächsten Monaten und Quartalen schön nach oben ziehen. Zwar lag der Umsatz des Konzerns aus Aalen im vergangenen Jahr mit 400,6 Millionen leicht unter dem 2016er-Wert von 405,8 Millionen Euro und der Gewinn fiel von 1,99 auf 1,63 Euro je Aktie. Die Entwicklung war aber in etwa so erwartet worden und obendrein war beim Ergebnis ein negativer Währungseffekt von geschätzt rund 0,20 Euro je Aktie inbegriffen.

Starkes Wachstum bei Umsatz und Gewinn

2018 und in den nächsten Jahren ist aber mit deutlichen Steigerungen zu rechnen. SHW baut das internationale Geschäft stark aus und investiert in neue Märkte. So soll sich der Umsatzanteil ausserhalb Europas bis 2020 von 2,9 Prozent in 2016 auf knapp 30 Prozent vervielfachen.

Firmenchef Frank Boshoff erwartet deshalb auch deutliche Umsatzzuwächse. In diesem Jahr sollen die Erlöse zwischen 450 und 470 Millionen Euro liegen und 2020 bei über 600 Millionen Euro. Zusammen mit dem vom Manager prognostizierten Anstieg der Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 10,3 auf elf bis zwölf Prozent in 2020 könnte der Gewinn damit schon in zwei Jahren bei etwa 4,50 Euro je Aktie liegen. Bei moderatem 12er-KGV wären dann Kurse um 55 Euro drin.

SHW AG
ISIN: DE 000 A1J BPV 9
Gewinn je Aktie 2019e: 3,50 €
KGV 2019e: 10,4
Dividende/Rendite 2017e: 1,0 €/2,7% EK je Aktie: 18,85 €
EK-Quote: 53,2%
KBV: 1,9
Kurs/Ziel/Stopp: 36,50/48,50/25,40 €

* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Performance des Musterdepots 1 Jahr: +12,6 Prozent (DAX: +3,1 Prozent), 3 Jahre: +48,3 Prozent (DAX: +12,7 Prozent). Seit Start im April 2010 steht ein Zuwachs von +356,5 Prozent (Dax: +93,6 Prozent).

Anzeige