Das biopharmazeutische Unternehmen Actelion hat im 1.Quartal 2008 die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Umsatz stieg um 11% auf 321,6 Mio Fr., was einem Zuwachs von 19% in Lokalwährungen entspricht.

Auf den zweiten Blick konnten die Analysten dem Quartalsbericht aber Positives abgewinnen, und die Aktie legte zu. Die Schätzungen der Analysten wurden unter anderem wegen Verschiebungen von Verkäufen des Hauptmedikaments Tracleer nicht erreicht. Tracleer wird bei Lungenhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie, PAH) eingesetzt. Zudem schlugen Wechselkurseffekte negativ zu Buche. «Es gibt keinen Grund zur Besorgnis», fasst Birgit Kulhoff, Analystin bei Rahn&Bodmer, zusammen. Actelion habe im 1. Quartal nicht massiv Marktanteile eingebüsst.

Zweistelliges Umsatzwachstum

Das Allschwiler Unternehmen erwartet, dass der Nettoumsatz in Lokalwährungen in diesem Jahr im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zulegen wird.

Für den weiteren Kursverlauf der Actelion-Aktie, die 2008 etwas mehr als 1% an Wert verloren hat, ist unter anderem die Entwicklung der Gespräche über eine Partnerschaft für das experimentelle Schlafmedikament Almorexant wichtig. Die Bank Wegelin spricht zudem von möglichen neuen Übernahmegerüchten. Helvea-Analyst Olav Zilian hat nach dem Quartalsergebnis sein «Buy»-Rating für Actelion mit einem Kursziel von 84 Fr. bestätigt. Insgesamt empfehlen 28% der Analysten die Aktie zum Kauf.

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