Axel Springer steigt bei der Wirtschaftsnachrichten-Website «Business Insider» ein. Der deutsche Medienkonzern, zu dem auch die «Handelszeitung» gehört, ist in einer Finanzierungsrunde von gesamthaft 25 Millionen US-Dollar der grösste Investor und übernimmt zunächst sieben Prozent an dem Unternehmen mit Sitz in New York, wie die Beteiligungstochter Axel Springer Digital Ventures in Berlin mitteilte.

Springer-Vorstand Andreas Wiele werde Mitglied im Verwaltungsrat bei «Business Insider», der nach seinen Angaben am schnellsten wachsenden Seite für Wirtschaftsnachrichten. Sie hat Ausgaben für sieben Länder und will mit dem Geld ihr Wachstum beschleunigen, wie ihr Chef Henry Blodget ankündigte. Zu den bisherigen Eigentümern zählt neben Investmentgesellschaften Amazon-Chef Jeff Bezos.

Rein digitaler Ansatz

«Das Unternehmen gehört zu den Pionieren eines rein digitalen Ansatzes bei Wirtschaftsnachrichten, der von sozialen Medien und mobiler Nutzung ausgeht und sich daran orientiert, wie sich heutige und künftige Wirtschaftsführer informieren und wie sie Informationen teilen», heisst es bei Springer. Man freue sich sehr, «in die am schnellsten wachsende Wirtschaftsnachrichten-Website der Welt zu investieren, und wollen die zukünftige Entwicklung von Business Insider unterstützen».

Henry Blodget vom Business Insider zeigt sich ebenfalls erfreut. «Die heute verkündete Investition ermöglicht uns, unser Wachstum in den USA und im Ausland noch weiter zu beschleunigen», sagt er gemäss Springer-Medienmitteilung. Axel Springer sei der ideale Partner für dieses Vorhaben, führt Blodget weiter aus. «Das Unternehmen teilt unsere Vision einer vielversprechenden Zukunft für neue Medien und ist wie wir davon überzeugt, dass Leser mit rein digitalen Nachrichtenangeboten auf neue und wirkungsvolle Weise interagieren können.»

(ise/chb)