INVESTMENT. Nun schicken sich mit den Investmentbanken auch die letzten Finanztitanen an, Kapital aus dem Boom mit börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) zu schlagen: Einige grosse Banken wie die Deutsche Bank und JP Morgan Chase planen, Exchange Traded Notes, börsengehandelte Zertifikate, zu begeben.

«ETN werden immens an Beliebtheit gewinnen», sagt Christopher Yeagley von der Deutschen Bank. Vom Standpunkt eines Investors aus sehen sie aus wie ETF. Für Anleger können ETN ein Instrument sein, um Zugang zu bestimmten Investments wie Rohstoffen und Währungen zu bekommen, die es nicht oft in Fondsform gibt. Ein ETN repräsentiert keinen Anteil an einem Vermögenswert, wie etwa einem Fonds, sondern ein Zahlungsversprechen seitens des Emittenten, das an einen bestimmten Index gekoppelt ist. Schlüsselreiz für ETN ist ihre steuerliche Behandlung. Emittenten von rohstofforientierten ETN gehen davon aus, dass die Wertpapiere wie im Voraus bezahlte Terminkontrakte behandelt werden, was niedrigere Steuern auf Kapitalgewinne zur Folge hätte.

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