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Bankiervereinigung fordert mutigere Pensionskassen

Herbert J. Scheidt: Steht seit letztem Jahr der Bankiervereinigung vor. Keystone

Wegen der tiefen Zinsen können Pensionskassen kaum noch genügend Rendite für die immer älteren Rentner erwirtschaften. Die Bankiers empfehlen nun riskantere Anlageformen, die heute noch tabu sind.

Veröffentlicht am 14.02.2017

Angesichts des tiefen Zinsniveaus empfiehlt die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) den Vorsorgeeinrichtungen, vermehrt in riskantere Anlageformen zu investieren. Der sogenannte dritte Beitragszahler, also die Kapitalerträge, seien laut einer neuesten Untersuchung so stark unter Druck, dass die Zielrenditen künftig auf herkömmlichen Weg kaum mehr erwirtschaftet werden können.

Da die Pensionskassen aber zusätzlich mit einer immer längeren Lebenserwartung der Pensionäre bei gleichbleibendem Pensionsalter konfrontiert sind, müssen sie laut der Mitteilung des Bankenverbandes vom Dienstag dringend ihre Anlagestrategien überdenken und sich neuen Asset-Klassen öffnen.

Richtlinien anpassen

Den Bankern schweben dabei insbesondere nicht-traditionelle Anlagen, wie Private-Equity, private Kreditschulden sowie Infrastrukturprojekte vor. Diese, meist nicht sehr liquiden Investitionsformen sind aufgrund von Vorschriften heutzutage für Vorsorgeeinrichtungen tabu.

Daher plädiert der SBVg angesichts der drohenden Schieflage bei der Altersvorsorge, sich neuen Anlagekategorien zu öffnen und die Anlagerichtlinien zu ändern.

(sda/jfr)

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