1. Home
  2. Invest
  3. Batteriefirma strebt an die Frankfurter Börse

Frankfurt
Batteriefirma strebt an die Frankfurter Börse

Batteriefirma strebt an die Frankfurter Börse
Varta: Liefert Strom. Keystone

Mit Mikrobatterien macht Varta das grosse Business. Nun soll die Firma auf das deutsche Börsenparkett. Das Geld soll in den Ausbau der Produktion fliessen.

Die Industriegruppe Montana Tech Components (MTC) nimmt einen neuen Anlauf, ihre Batterie-Tochter Varta an die Börse in Frankfurt zu bringen. Ein erster Versuch im November 2016 war wegen des damals ungünstigen Marktumfeldes kurzfristig abgesagt worden.

Nun habe man die Planungen für den Börsengang wieder aufgenommen, teilte Varta am Mittwoch mit. Es würden voraussichtlich neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung aus dem Besitz des Alleinaktionärs Montana angeboten, die endgültige Grösse der Platzierung sei aber noch festzulegen.

Batterien für Hörgeräte

Zusätzliche Aktien für eine eventuelle Mehrzuteilung von bis zu 15 Prozent würden ebenfalls durch den Altaktionär bereitgestellt; die angestrebte Streubesitzquote nach dem Börsengang liege bei voraussichtlich rund 40 Prozent. Für das Unternehmen und den Finanzchef gilt ein Lock-up von zwölf Monaten, für den Unternehmenschef und die bestehenden Altaktionäre einer von 24 Monaten.

Der Hersteller von Batterien für Hörgeräte und Kopfhörer strebt den Abgaben zufolge einen Bruttogesamterlös von rund 150 Millionen Euro an. Die Mittel würden in erster Linie – rund 130 Millionen Euro – für den Ausbau der Produktionskapazitäten verwendet, und das hauptsächlich in Deutschland.

Mikrobatterien bringen Cash

MTC hatte das Mikrobatterien-Geschäft und die F&E-Abteilung der ehemaligen Varta AG Ende 2007 erworben. Die 120 Jahre alte Varta AG war bis dahin schon einmal börsennotiert. Das heutige Unternehmen ist aber nur ein kleiner Teil des damaligen Konzerns. Die Industriellenfamilie Quandt hatte das Geschäft mit Autobatterien an den US-Autozulieferer Johnson Controls und die Haushaltsbatterien an die heutige Spectrum Brands verkauft.

Im ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftete das Unternehmen einen im Vergleich zum Vorjahr 13 Prozent höheren Umsatz von 120 Millionen Euro und der bereinigte Betriebsgewinn Ebitda wurde mit 19,4 Millionen fast verdoppelt. Die entsprechende Marge stieg in diesem Zeitraum um 6,6 Prozentpunkte auf 16,2 Prozent. Mehr als drei Viertel des Umsatzes generiert Varta im Segment Microbatteries. 206 entfiel 28 Prozent des Umsatzes von MTC auf Varta.

(sda/ise/mbü)

Anzeige