Der Beteiligungsgesellschaft BB Biotech ist der Start ins neue Jahr geglückt. Die Gesamtportfoliorendite belief sich im ersten Quartal 2015 auf 10,6 Prozent in Schweizer Franken gerechnet und auf 13,0 Prozent in US-Dollar. Der Innere Wert der Aktie (NAV) stieg seit Jahresbeginn um 7,3 Prozent auf 332,10 Franken am Bilanzstichtag und der Gewinn auf 379,4 Millionen nach 65,7 Millionen im Vorjahr. Für die weitere Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Haupttreiber der Erstquartalsperformance 2015 seien vor allem klinische Studienergebnisse, Fortschritte in der Wirkstoff-Pipeline und M&A-Transaktionen gewesen, teilte die an der Schweizer Börse SIX kotierte Gesellschaft am Freitag mit. Innerhalb des Portfolios habe der Verkauf der Position in Pharmacyclics nach Abgabe des Übernahmeangebots von AbbVie die bedeutendste Veränderung dargestellt.

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Intercept als einziger Neuzugang seit Jahresanfang

AbbVie hatte bekanntlich eine Offerte für Pharmacyclics in Höhe von rund 21 Milliarden US-Dollar unterbreitet. Der Verkauf der Pharmacyclics-Beteiligung bescherte BB Biotech im Auftaktquartal 2015 einen Mittelzufluss von 166,9 Millionen Franken. Der gesamte operative Cashflow belief sich auf 176,7 Millionen, der Bestand an flüssigen Mitteln lag Ende März bei 11,2 Millionen nach 8,9 Millionen zu Jahresbeginn.

Der einzige Neuzugang seit Jahresbeginn war Intercept, an der BB Biotech per Ende März einen Anteil von 1,1 Prozent hält. Das US-Unternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung synthetischer Gallensäureanaloga zur Behandlung chronischer Leberkrankheiten, wie es heisst. Aktuell zählen Celgene (Anteil bei 10,7 Prozent), Isis Pharmaceuticals (9,5 Prozent), Incyte (9,1 Prozent) sowie Gilead und Actelion (je 7,3 Prozent) zu den grössten Beteiligungen.

Weitere Zuflüsse erwartet

Die Biotech-Branche verzeichne weiterhin sehr starke Mittelzuflüsse, bei denen es sich um eine Kombination aus Aktienfondsgeldern, Portfolioumschichtungen und vor allem «beachtlichen» akquisitionsgetriebenen Kapitalzuflüssen innerhalb des Sektors handle. Dies stärke die Bilanzen der Unternehmen und ermögliche es ihnen, in ihre Pipelineprodukte zu investieren, die Eigentümerschaft an ihren Wirkstoffkandidaten zu behalten und nicht frühzeitig Lizenzvereinbarungen eingehen zu müssen.

Nach Einschätzung von BB Biotech sollten die Rahmenbedingungen den Anlegern im Biotech-Bereich auch 2015 ein weiteres attraktives Jahr bescheren.

(awp/ise/ama)