Der Ölpreisverfall setzt Elektroautobauer unter Druck. Tesla, der Pionier der Branche, sieht sich jedoch nicht betroffen. «Nur weil Sprit etwas günstiger ist, wird er nicht nachhaltiger – wir blicken nur auf die langfristigen Perspektiven», sagte Vertriebschef Jerome Guillen am Dienstag auf der Automesse in Detroit.

Weil sich der Ölpreis seit dem Sommer mehr als halbiert hat, sind auch die Benzinpreise im Keller. Angesichts des billigen Sprits dürfte es sehr schwer werden, strombetriebene Autos zu verkaufen, sagte die US-Analystin Michelle Krebs von der Handelsplattform AutoTrader.

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Nissan-Chef: Elektrotrend ist nicht mehr aufzuhalten

Doch nicht nur Tesla, auch die grossen Hersteller zeigen sich von dem jüngsten Preisverfall unbeeindruckt. Laut Nissan-Chef Carlos Ghosn ist der Trend zum Elektroauto nicht mehr aufzuhalten: «Die Elektroauto-Industrie ist mit der Entwicklung zum Smartphone zu vergleichen», sagte er.

General-Motors-Chefin Mary Barra hatte am Montag auf der Messe mit dem Chevrolet Bolt ein Elektrofahrzeug für den Massenmarkt mit einer Reichweite von über 300 Kilometern vorgestellt.

(sda/ise)