Bisher segelte die Credit Suisse (CS) mehrheitlich im Windschatten der UBS, was den negativen Newsflow angeht. Doch im letzten Monat mussten die Valoren der Grossbank kräftig Federn lassen. Fast 40% büsste die CS an Wert ein, während die Konkurrentin UBS «nur» rund 23% verlor. Es kursierten etwa Gerüchte darüber, dass die CS mit fehlgeschlagenen Spekulationen bis zu 1 Mrd Dollar verloren haben soll. Die Rede war auch von Problemen der CS im US-Hypothekenmarkt: Ängste um weiteren Abschreibungsbedarf drückten auf den Kurs. Als plausibel gelten die Spekulationen über die Auslagerung eines Teils des Asset Management der CS. Der Bereich setzt sich aus alternativen Investments, Mandaten für das Private Banking sowie Global Investors zusammen. Gespräche sollen über diesen Bereich geführt werden. In diesem Segment werden 225 Mrd Fr. Kundengelder verwaltet. Eine Auslagerung brächte der CS Kosteneinsparungen.

Vor kurzem hat Javier Lodeiro, Analyst bei Sal. Oppenheim, die CS-Aktien auf «Reduce» von «Halten» herabgestuft, weil er weiteres Abwärtsrisiko sieht. Die Aktie notiert derzeit so tief wie seit 2003 nicht mehr. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt den Titel zu halten.