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Verwüstung
Benzinpreis schnellt wegen «Harvey» in die Höhe

Raffinerie in Corpus Christi: Grosse Kapazitäten liegen still. Keystone

In den USA haben Anleger grosse Mengen Benzin gekauft. Hintergrund sind mögliche Schäden an den Raffinerien in den Bundesstaaten Texas und Louisiana. In die andere Richtung ging es beim Ölpreis.

Veröffentlicht am 28.08.2017

Aus Furcht vor Nachschub-Problemen haben sich Anleger am Montag mit Benzin eingedeckt. Der US-Kontrakt stieg um knapp sieben Prozent und notiert mit 1,7799 Dollar je Gallone (3,8 Liter) so hoch wie zuletzt vor zwei Jahren.

Wegen des Sturms «Harvey» mit seinen Überschwemmungen mussten zahlreiche Raffinerien an der Golfküste der USA ihren Betrieb einstellen. Schätzungen zufolge liegen derzeit Kapazitäten von mehr als zwei Millionen Barrel pro Tag still.

Ölpreis tiefer

Dies entspricht etwa einem Drittel der Raffinerie-Leistung in den US-Bundesstaaten Texas und Louisiana. Die Schäden an den Anlagen könnten erheblich sein und ihre Behebung länger dauern, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda.

Obwohl auch einige Ölförder-Anlagen vorübergehend geschlossen wurden, fielen die Preise für Rohöl. Die Sorte Brent aus der Nordsee verlor 0,3 Prozent auf 52,23 Dollar je Barrel und die US-Sorte WTI gab 1,1 Prozent auf 47,32 Dollar nach. Ohne die Kapazitäten zur Weiterverarbeitung blieben die Ölförderer auf ihrem Produkt sitzen, sagte Öl-Experte Halley.

(reuters/gku)

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