Die US-Organisationen, die die Standards zur Rechnungslegung erarbeiten, werden überprüfen, wie Banken mit sogenannten bilanzneutralen Vehikeln verfahren dürfen. Diese Instrumente haben im Zuge der Subprime- Krise zu Verlusten in Höhe von 150 Mrd Dollar geführt, was für Anleger und Gläubiger teilweise überraschend kam, da die Risiken zuvor nie in den Bilanzen auftauchten.

Die alten Regelungen wurden im Zuge der Implosion von Enron erstellt, die mit Hilfe von bilanzneutralen Vehikeln ihre Finanzresultate verschleierte. Banken fanden jedoch Wege, diese zu umgehen. Veränderungen könnten grossen Einfluss auf die Geschäftsmodelle der Banken haben. So «verbuchte» die Citigroup 2007 beispielsweise Vermögenswerte in Höhe von 1,1 Billionen Dollar in bilanzneutralen Vehikeln.

Kurzfristig würde eine Konsolidierung die krisengebeutelten Banken zusätzlich belasten, langfristig werden die Anleger aber davon profitieren, da sie weniger von Verlusten der Banken überrascht werden können. «Es ist lebenswichtig, dass Schwächen in der Finanzberichterstattung von bilanzneutralen Transaktionen schnell behoben werden», sagt Jack Reed, Mitglied des Banking Committee des Senats.

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