Die Schweizer Biotechnologiefirma Adienne verzichtet vorerst erste auf ihren geplanten Börsengang. «Adienne schiebt wegen der widrigen Marktbedingungen sein Vorhaben für ein IPO bis auf Weiteres auf», sagte ein Sprecher des Unternehmens mit Sitz in Lugano am Montag zur Nachrichtenagentur Reuters. Adienne wäre der vierte Neuzugang an der Schweizer Börse SIX in diesem Jahr gewesen.

Die im Privatbesitz stehende und rentable Firma wollte sich Geld zur Entwicklung von Medikamenten gegen seltene Erkrankungen holen. Vor einem Jahr hatte die Medizintechnikfirma Symetis ein IPO im fortgeschrittenen Stadium abgeblasen. In der Vorwoche hatte der Schweizer Alzheimer-Forscher AC Immune mit dem Gang an die US-Technologiebörse Nasdaq knapp 60 Millionen Dollar eingesammelt.

Forschung forcieren

Adienne hat ihre Pläne erst vor wenigen Tagen öffentlich gemacht. Man wolle den Erlös nutzen, um die Entwicklung diverser Medikamente zu forcieren, hiess es seinerzeit. Das Hauptaugenmerk liege auf der Behandlung von Blut- und Immunkrankheiten.

Den Co-Lead bei der IPO-Vorbereitung hat die Bank am Bellevue. Die BofA Merrill Lynch und Jefferies begleiten den Börsengang als Global Coordinators und Joint Bookrunners.

(reuters/ise)