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Cybergeld
Bitcoin peilt Marke von 6000 Dollar an

Bitcoin hat 6000-Dollar-Marke im Visier
Bitcoin: Das Geschäft mit Cybergeld boomt. Keystone

Erst kletterte der Preis der Krypto-Währung über 5000 Dollar, nun nimmt Bitcoin bereits die nächste Tausendermarke ins Visier. Doch prominente Bankchefs warnen vor dem Boom.

Bitcoin jagt von einem Rekord zum nächsten und nimmt nun die Marke von 6000 Dollar ins Visier. Die Krypto-Währung verteuerte sich am Freitag auf der Handelsplattform BitStamp um 7,4 Prozent auf 5846 Dollar. Erst am Donnerstag hatte der Kurs die Marke von 5000 Dollar geknackt. Das gesamte Volumen des vom Computer erschaffenen Geldes liegt damit laut der Internetseite Coinmarketcap bei knapp 100 Milliarden Dollar.

Das Geschäft mit Cybergeld boomt, Bitcoin ist das grösste und bekannteste davon. Laut Coinmarketcap gibt es inzwischen über 1000 verschiedene Krypto-Währungen. Ethereum liegt mit einem Marktwert von rund 30 Milliarden Dollar auf Platz zwei.

Technische Neuerung

Die Kurse der Cyber-Devisen hatten in den vergangenen Wochen massiv unter Druck gestanden, Bitcoin hatte innerhalb kurzer Zeit mehr als 1000 Dollar verloren. Der weltweit grösste Handelsplatz China hatte den Zugang zu den Währungen erheblich eingeschränkt, die speziellen Bitcoin-Handelsplätze machten ihre Pforten dicht. Auch Russland schränkte den Handel ein.

Wegen der Popularität von Bitcoin springen Händlern zufolge immer mehr Anleger auf den Zug auf und treiben so den Preis in die Höhe. Ein weiterer Grund für die aktuelle Kursrallye ist nach Einschätzung von Analyst Mati Greenspan von der Handelsplattform eToro eine bevorstehende technische Neuerung bei Bitcoin, um die Ausbreitung der Währung zu beschleunigen. Ihm zufolge soll die Währung geteilt werden und jeder Anleger soll für einen Bitcoin das abgespaltene Äquivalent geschenkt bekommen.

UBS-Präsident Weber und JP Morgan-Chef warnen

Etablierte Finanzexperten indes warnten in den vergangenen Wochen vermehrt vor der Digital-Währung. «Ich werde oft gefragt, wieso ich Bitcoin gegenüber so skeptisch bin», sagte UBS-Präsident Axel Weber Anfang Oktober in Zürich. «Das kommt wahrscheinlich von meinem Hintergrund als Notenbanker», so der frühere Bundesbank-Präsident.

Eine Währung müsse verschiedene Funktionen erfüllen; sie müsste allgemein akzeptiert sein, als Wertaufbewahrung dienen und als Zahlungsmittel sowie für Transaktionen verwendet werden können. «Bitcoin ist nur eine Transaktionswährung.» Im September hatte JP Morgan-Chef Jamie Dimon Bitcoin als Betrug bezeichnet.

So funktionieren Bitcoins:

 

(sda/cfr/moh)
 

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