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Virtuell
Bitcoin sackt auf neues Jahrestief

Recht stabiler Trend abwärts: Bitcoin
Recht stabiler Trend abwärts: BitcoinQuelle: Getty Images

Die Kryptowährungen haben innert weniger Monate fast drei Viertel ihres Volumens verloren.

Von Ralph Pöhner
am 24.06.2018

Der bisherige Tiefststand des laufenden Jahres lag bei 5'920 US-Dollar – nun unterbot der Bitcoin diesen Wert am Samstag: Der Preis sackte auf einen neuen Jahres-Minusrekord von 5'825 Dollar ab und erholte sich auch am Sonntag kaum.

Auch andere so genannte Kryptowährungen gerieten in den letzten Tagen unter Druck (so Ethereum) und erreichten ebenfalls Jahrestiefststände (wie Ripple).

Akut erklärt sich der Schwächeanfall aus diversen Problemen, die sich gegenseitig verstärkten: Erstens nährte ein Hackerangriff auf die südkoreanische Bitcoin-Börse Bithumb die Verunsicherung; den Nutzern wurden Digitalmünzen im Wert von gut 30 Millionen Franken entwendet. In Indien verbot die Zentralbank zudem den regulierten Bankhäusern jegliches Geschäft mit virtuellen Währungen. Und in Japan verlangte schliesslich die Finanzmarktaufsicht von den grossen Kryptobörsen, dass sie taugliche Massnahmenpakete gegen Geldwäscherei entwickeln – vorzulegen bis in einem Monat.

Seit dem All-Time-High von 19'783 Dollar hat der Bitcoin inzwischen also gut 70 Prozent verloren, seit Jahresbeginn hat sich der Wert halbiert.

Und insgesamt hat der Markt all der virtuellen Münzen in ähnlichem Ausmass Luft verloren: Die von Coinmarketcap erfassten «Crypto Currencies» sind zusammen noch 242 Milliarden Dollar wert, wovon gut 100 Milliarden auf Marktführer Bitcoin entfallen. Das gesamte Volumen ist damit, verglichen mit den Spitzenwerten noch vor wenigen Monaten, um fast drei Viertel eingesackt. 

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Entwicklung des Bitcoin-Kurses seit Juni 2017, in Dollar
Kurs des Bitcoin in Dollar seit Juni 2017
Quelle: finanzen.ch