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Strategie
Blackrock beschäftigt sich mit dem Klimawandel

Blackrock: Klimawandel auf die Agenda der Beteiligungen setzen. Keystone

Der weltgrösste Vermögensverwalter macht das Klimarisiko bei seinen Beteiligungen zum Thema. Das ist auch eine Folge der inzwischen bunter gemischten Entscheidungsgremien bei Blackrock.

Veröffentlicht am 13.03.2017

Der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock drängt Unternehmen verstärkt zur Beschäftigung mit Geschäftsrisiken des Klimawandels und Vorteilen eines vielfältigen Führungspersonals. Diese Themen stehen im Mittelpunkt der für dieses Jahr geplanten Gespräche mit Konzernchefs, heisst es in einem Blackrock-Papier, das am Montag veröffentlicht werden sollte.

So sollen die Unternehmen Gefahren der Erderwärmung für ihr Geschäft benennen, etwa steigende Meeresspiegel für Immobilien in Küstenlage, sagte Blackrock-Managerin Michelle Edkins der Nachrichtenagentur Reuters. Edwards soll mit einem 30-köpfigen Team den Klimawandel auf die Agenda der Blackrock-Beteiligungen setzen - und macht Druck: «Angesichts der Risiken geht das bei manchen nicht schnell genug.»

Riesige Kriegskasse

Auf bunter gemischte Entscheidungsgremien setzt Blackrock dem Dokument zufolge mit der Begründung, dass unterschiedliche Menschen gemeinsam bessere Entscheidungen träfen. Laut Edkins ist es damit bei vielen Konzernen noch nicht weit her, obwohl sie sich bereits eines heterogenen Führungspersonals sicher seien. «Ein Typ aus Yale und ein Typ aus Harvard zählen nicht als Vielfalt», sagte sie mit Blick auf Absolventen der beiden US-Elite-Universitäten.

Mit seinen Top-Themen könnte der Grossinvestor weite Teile der Unternehmenswelt erreichen, denn er ist praktisch an allen grossen US-Konzernen beteiligt. In den Fonds von Blackrock liegen rund fünf Billionen Dollar - Geld von Privatanlegern, aber vor allem von institutionellen Investoren wie Pensionsfonds und Versicherern.

(sda/gku)
 

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