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Blockchain
Kätzchen im Tulpengarten

Cryptokitty: Diese und andere Kryptokatzen lassen die Ethereum-Fangemeinde durchdrehen.Quelle: cryptokitten.co

Der Krypto-Hype erreicht die Welt der Games: Ein Trend-Spiel auf Basis der Ethereum-Blockchain erinnert stark an den Tamagotchi-Hype.

Von Peter Manhart
04.12.2017

Haben Sie bereits ein Weihnachtsgeschenk für den Nachwuchs zu Hause gekauft? Falls nicht, schauen Sie doch mal auf der Internetseite cryptokitties.co rein. Dort können virtuelle Kätzchen erworben werden. Alle 15 Minuten wird über die Ethereum-Blockchain ein neues Büssi geboren – und das noch bis im November 2018. Dann ist der Genpool der Kryptokätzchen «gemint», wie es wohl im Jargon heisst. Zum besseren Verständnis für alle anderen – ab dann stellen die Entwickler keine neuen Katzen mehr in die Blockchain.

Richtig Spass beginnt das Spiel erst dann zu machen, wenn man zwei Kätzchen sein eigen nennt. Denn dann kann Nachwuchs gezüchtet werden. In der Hoffnung, dass die das Licht der Null-und-Eins-Welt erblickenden Jungtiere wertvoller als ihre Eltern werden. Apropos Eltern – wer übernimmt den männlichen und wer den weiblichen Part? Ganz politisch korrekt kann der Besitzer das Geschlecht jedes einzelnen Kryptokittens selbst bestimmen.

Viel Geld und viel Rechenleistung für virtuelle Katzen

Aktuell werden die äusserst süss ausschauenden Kätzchen für umgerechnet rund 30 bis mehrere Tausend Dollar gehandelt. Einzelne User stellen aber auch Fantasiepreis in die Blockchain. Cryptokitties werden mitunter auch für Milliarden Dollar feilgeboten. Ein Exemplar wechselte offenbar tatsächlich für mehr als 100'000 Dollar den Besitzer. Wobei wohl nicht der Besitzer gewechselt hat, sondern nur der Betrag vom einen auf das andere Konto eines User floss.

Vitalik Buterin, der Gründer der Ethereum-Blockchain, hat sich bereits zum neuen viralen Hit geäussert. Und ja – er mag die Kätzchen. Auch das generiert Aufmerksamkeit für seine «Smart Contracts» und viel Traffic: Bereits rund 15 Prozent der Netzwerkkapazität von  Ethereum benötigt die Pflege und Zucht der virtuellen Vierpfoter. 

  

 

 

  

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