Nach der Lockerung der chinesischen Geldpolitik hat sich die Lage an den Börsen in China und Japan am Mittwoch deutlich entspannt. In Tokio schloss der in den vergangenen Tagen eingebrochene Nikkei-Index für 225 führende Werte 3,20 Prozent im Plus bei 18’376,83 Punkten.

In China ging es nach drei Tagen heftiger Verluste zunächst wieder bergab, bis die Kurse dann ebenfalls anzogen. Der wichtige Shanghai Composite Index stieg bis eine Stunde vor Handelsschluss um annähernd 2 Prozent, der CSI 300 mit den 300 führenden Werten vom Festland legte um zweieinhalb Prozent zu. Der Hang-Seng-Index in Hongkong, wo auch ausländische Investoren ohne Einschränkungen handeln können, hielt sich knapp im Plus.

Offener Geldhahn

In den vorangegangenen drei Handelstagen hatten die chinesischen Indizes 19 Prozent eingebüsst. Nach dem Absturz senkte die chinesische Zentralbank die Zinsen und stellte eine flexiblere Geldpolitik in Aussicht. Indem der Geldhahn aufgedreht wird, sollen die Konjunktur belebt und die Märkte gestützt werden.

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Nachdem die direkten Interventionen und Stützungskäufe an den seit Mitte Juni einbrechenden Aktienmärkten über Wochen nur wenig Erfolg gezeigt hatten, wechselte Chinas Regierung damit ihre Strategie zur Stabilisierung der Börsen.

(sda/ise/me)