Die Athener Börse bleibt vorerst geschlossen, bestätigte die zuständige Aufsichtsbehörde in Griechenland. Der Handelsplatz bleibe demnach so lange zu, bis ein neues Regierungsdekret erlassen werden. Genauere Angaben wurden nicht gemacht.

Der Handel an der Börse in Athen steht seit dem 29. Juni still, als die griechische Regierung die Banken geschlossen und Kapitalkontrollen in Kraft gesetzt hat, um eine Kapitalflucht und einen Zusammenbruch des griechischen Finanzsystems zu verhindern. Die Banken sind inzwischen wieder geöffnet, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Hilfskredite aufgestockt hat.

Verabschiedung zweier Reformpakete

Die Verhandlungen über ein neues Hilfspaket für Griechenland verzögern sich unterdessen weiter. Am Dienstag sind erste Gespräche auf technischer Ebene geplant, ein paar Tage später sollten die Chefunterhändler von EZB, EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Athen reisen.

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Voraussetzung für die Verhandlungen war die Verabschiedung zweier Reformpakete durch das griechische Parlament. In den Gesprächen geht es um bis zu 86 Milliarden Euro für das Krisenland. Abgeschlossen werden sollen sie bis Mitte August, da Griechenland dann neues Geld braucht.

(reuters/me)