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Börse dank US-Steuerplänen weiter im Hoch

Schweizer Börse: schloss erneut im Plus. Keystone

Die Schweizer Börse hat zur Wochenmitte auf dem höchsten Stand seit Ende 2015 geschlossen. Antrieb gab die Aussicht auf eine Senkung der Unternehmenssteuern in den USA.

Veröffentlicht am 26.04.2017

An der Börse in Zürich hat der Leitindex SMI zur Wochenmitte auf dem höchsten Stand seit Ende 2015 geschlossen. Auftrieb gab die Aussicht auf eine deutliche Senkung der Steuern für Unternehmen in den USA.

In den USA kündigte Finanzminister Steven Mnuchin Details zu der lang erwarteten Unternehmenssteuerreform von US-Präsident Donald Trump an. Der Steuersatz soll auf 15 Prozent sinken, von derzeit knapp 40 Prozent. Damit soll ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum von 3 Prozent möglich werden.

CS im Plus

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,63 Prozent höher bei 8'830,29 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, stieg um 0,76 Prozent auf 1'413,65 Zähler.

Reichlich Gesprächsstoff lieferte die Credit Suisse (+2,7 Prozent). Die Grossbank hat ihre ursprünglichen Pläne zur weiteren Stärkung der Kapitalbasis geändert und plant nun eine Kapitalerhöhung statt des partiellen Börsengangs ihrer Schweizer Bank.

«Am Ende ist eine Kapitalerhöhung dem Markt womöglich lieber als dieses ursprünglich geplante Konstrukt», sagte ein Händler Die gleichzeitig vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal stiessen bei Analysten überwiegend auf positives Echo.

Gewinner Swatch

Grösster Gewinner unter den grossen Titeln waren aber die Aktien von Swatch (+4,3 Prozent). Eine Kaufempfehlung der UBS stützte den Kurs deutlich. Richemont (+2,0 Prozent) konnte mit nach angehobenen Kurszielen ebenfalls deutlicher zulegen. Unter dem Strich zeigten sich die Analysten zuversichtlicher für den Uhrenmarkt, dem das allgemein anziehende Wirtschaftsumfeld helfen sollte.

Die Schwergewichte Nestlé (+0,5 Prozent), Roche (+0,3 Prozent) und Novartis (+0,6 Prozent) drehten erst im späten Handel eindeutig ins Plus. Novartis hatten am Dienstag nach Zahlen bereits zu den Favoriten gezählt. Roche wiederum berichtet am Donnerstag über das erste Quartal.

Zu den Verlierern zählten die Aktien des Backwarenherstellers Aryzta (-1,0 Prozent). Auch die Scheine von LafargeHolcim (-0,5 Prozent), Swisscom (-0,4 Prozent) sowie Bâloise (-0,4 Prozent) und Actelion (-0,2 Prozent) sanken entgegen den Markttrend.

(sda/cfr)

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