Ein Ausverkauf an Bankaktien hat die Börse in Tokio am Dienstag einbrechen lassen. Hintergrund waren wachsende Sorgen über die Weltwirtschaft und die Stabilität des Finanzsektors. Zusätzlich drückte der starke Yen auf Exportwerte.

Der Yen stieg im Handelsverlauf auf den höchsten Stand seit Ende 2014. Der steigende Wert der Währung verteuert die japanischen Exporte und unterläuft den geldpolitischen Kurs der Notenbank und der Regierung. Diese versuchen, mit einer Geldschwemme den Yen-Kurs zu drücken, um so die Wirtschaft anzukurbeln.

Riesiges Minus

Die Aufwertung drückte die Kurse: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index büsste bis Handelsschluss 5,4 Prozent auf 16'085 Punkte ein. Im Handelsverlauf war er bis auf 16'026 Punkte abgerutscht und kam damit nur knapp vor dem Tief vom 21. Januar zum Stehen.

Der breiter gefasste Topix gab um 5,51 Prozent auf 1304 Punkte ab. Dieser Indikator war im Handelsverlauf auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014 gefallen.

Schwache Finanzwerte

Vor allem Finanztitel verloren in Tokio an Wert: Die Papiere der Finanzhäuser Mitsubishi UFJ Financial Group und Sumitomo Mitsui Financial Group gaben um rund neun Prozent nach. Aktien der Mizuho Financial Group verloren mehr als sechs Prozent.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte dagegen nur rund ein Prozent niedriger. Viele Märkte in Asien – darunter die Börsen in China – bleiben wegen des Neujahrsfestes die komplette Woche geschlossen.

Reaktion auf Europa

Tags zuvor waren bereits die Börsen in Europa in den Keller gerauscht. Der Schweizer Leitindex hatte am Montag 2,5 Prozent verloren. Im frühen Handel am Dienstag vermochte ihm der Kursrutsch in Japan jedoch nichts anzuhaben. Kurz nach Handelsbeginn notierte der Swiss Market Index (SMI) sogar leicht im Plus.

(sda/ise/ama)