Der Leitindex SMI schloss mit minus 0,62 Prozent auf 6470,35 Zähler nachdem er zum Mittag noch bis auf 6'547 Punkte gestiegen war.

Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,64 Prozent auf 5966,00 Punkte. Händler begründeten die Verluste mit dem ISM-Dienstleistungsindex, der sich als wichtiger Stimmungsindikator deutlich eingetrübt und die Erwartungen weit verfehlt hat. Auch die Daten des US-Arbeitsmarktdienstleisters ADP fielen nicht so aus wie erhofft - im Privatsektor wurden weniger neue Stellen geschaffen als gedacht. Das habe vor dem grossen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag für etwas Nervosität gesorgt.

Unter den Bluechips standen Holcim und Swisscom mit Zahlen zum ersten Quartal im Fokus. Der Zementhersteller enttäuschte die Erwartungen und die Aktie gab entsprechend am SMI-Ende um 4,1 Prozent nach.

Die Swisscom-Aktien verloren mit minus 0,2 Prozent nur unterdurchschnittlich. Der Telekom-Konzern konnte die Erwartungen mit den Zahlen mehr oder weniger erfüllen. Analysten bezeichnen das Resultat als gemischt - gute Zahlen in der Schweiz und ein verhaltenes Ergebnis in Italien. Überraschungen sehen die Experten keine.

Neben Holcim lagen auch Adecco mit minus 3,8 Prozent unter den schwächsten Werten. Händler sprechen von einer Schwäche im europäischen Stellenvermittlungssektor.

Die prozentual grössten Kursgewinne erzielten Actelion (+6,6 Prozent). Die am Vortag von einem US-Gericht nun noch ausgesprochene Strafzahlung von 30 Millionen Dollar im Streitfall mit der japanischen Asahi blieb am unteren Ende der Erwartungen.

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Unter den wenigen Gewinnern lagen unter anderem auch Lonza (+1,5 Prozent) und Logitech (+1,0 Prozent). Am Markt kamen wieder einmal vage Übernahmegerüchte für den Computerzubehör-Hersteller durch Microsoft auf. Händler nahmen diese allerdings nicht allzu ernst.