Der angeschlagene US-Modekonzern Abercrombie & Fitch hat Börsianer mit einem ersten Hoffnungsschimmer seit Jahren erfreut. Im Schlussquartal konnten die Verkäufe im Jahresvergleich erstmals seit April 2012 wieder gesteigert werden, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Obwohl es sich nur um ein Mini-Plus von einem Prozent handelt, feierten Anleger die Zahlen.

Die Aktie stieg zwischenzeitlich um über sieben Prozent und ging letztlich um 4,4 Prozent fester aus dem New Yorker Handel. Den Gewinn konnte der Konzern von 44,39 auf 57,74 Millionen Dollar (53,13 Millionen Euro) und damit stärker als der Wall Street erwartet ausbauen. Den Umsatz drückte der starke Dollar hingegen um ein Prozent auf 1,11 Milliarden Dollar (1,02 Milliarden Euro).

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Image-Krise durch elitäre Äusserungen

Das ehemalige Trend-Label war nach elitären Äusserungen des Ex-Chefs Michael «Mike» Jeffries als Schnösel-Marke kritisiert worden und in eine Image-Krise geraten. Der Ende 2014 zurückgetretene Manager hatte einst gesagt, er wolle nur durchtrainierte Kunden mit Waschbrettbauch haben («Schliessen wir Leute aus? Absolut!»).

Während die Käufer um das mit anzüglicher Werbung und grossen Logos bekanntgewordene Abercrombie-Label weiter einen Bogen machen, nahm die Nachfrage nach der Zweitmarke Hollister zuletzt etwas zu. Eine rasche Trendwende erwartet Konzernchef Arthur Martinez aber nicht. 2016 dürfe ein schwieriges Jahr mit herausforderndem Marktumfeld werden, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

(awp/me/ama)