Die Börsenpanik hat Europa endgültig erfasst: Griechenlands Aktienindex verbucht am heutigen Mittwoch den grössten Tagesverlust seit sechs Jahren. Im Tagesverlauf  rauschten die Titel des Athex in der Spitze um zehn Prozent nach unten. Der Index erholte sich leicht und schloss bei 6,25 Prozent im Minus. Italiens Börsenindex büsste letztlich über vier Prozent ein. Auch in der Schweiz gibt es Verluste: Der SMI notierte bei Handelsschluss um 2,32 Prozent tiefer. Die Titel der Grossbanken UBS und Credit Suisse verloren je knapp vier Prozent. Arg gebeutelt wurden die Papiere der Julius Bär: Sie gaben um rund sechs Prozent nach.

Nach den Rekordmarken im Sommer – ermöglicht auch durch die lockere Zinspolitik – folgt nun die Katerstimmung. Trübe Konjunkturaussichten für die Weltwirtschaft belasten die Börsen zusätzlich.

Auch der deutsche Aktienindex lag bei Handelsschluss knapp drei Prozent im roten Bereich und hat inzwischen alle Gewinne eingebüsst, die er über Monate mühsam aufgebaut hat. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von rund elf Prozent. Damit gehört der konjunkturvolatile Dax zu den schlechtesten Aktienmärkten weltweit.

Börsen seit Jahresbeginn: Von minus 25 bis plus 50 Prozent

Doch mancherorts ging es seit Jahresbeginn noch steiler nach unten (siehe Bildergalerie oben). Dafür suchte die «Handelszeitung» jeweils die fünf schlechtesten und besten Aktienmärkte seit Januar heraus, die so gross und offen sind, dass Sie dort investieren können – wenn Sie denn wollen. Die heutigen Verluste berücksichtigt hat Griechenlands Leitindex seit Jahresstart rund ein Viertel seines Wertes eingebüsst.

Anzeige

Tatsächlich zeigt die Auswertung, dass die Stimmung keineswegs überall so mies ist wie in Europa. Vor allem die Märkte Asiens schienen sich in den vergangenen Monaten etwas von den heftigen Verwerfungen abkoppeln zu können. Ganz sicher jedoch gilt das mit Blick seit Jahresbeginn: Kräftige zweistellige Zuwächse sind keine Seltenheit.

Bester Aktienmarkt in Südamerika

Der beste grosse Aktienmarkt rund um den Globus jedoch ist in Südamerika zu finden – und dies ausgerechnet in einem Land, das seit Monaten gegen einen Zahlungsausfall kämpft.

Wie Sie sich jetzt positionieren können, lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.