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Anschlag in Boston: Japanische Börse gerät unter Druck

Börse in Japan: Der Anschlag von Boston macht die Anleger vorsichtig. (Bild: Keystone)

Nach dem Bombenanschlag in Boston notiert die japanische Börse klar im Minus. Auch Konjunkturdaten aus China belasteten den Markt.

Veröffentlicht am 16.04.2013

Die Bombenanschläge beim Boston-Marathon und enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben die japanische Börse stark unter Druck gesetzt. Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte verlor im frühen Handel 1,1 Prozent auf 13'128 Punkte. 

Der breiter gefasste Topix verlor 1,6 Prozent auf 1116 Zähler. Auch der Ausverkauf beim Gold ging weiter: Der Preis je Feinunze sank bis auf 1322 Dollar, nachdem er am Montag um 8 Prozent auf 1345 Dollar eingebrochen war.

Anschläge verstärken die Zurückhaltung

Händler hatten schon vor Eröffnung der Börse vermutet, dass die Detonationen im Zielraum des Boston-Marathons die Zurückhaltung der Anleger verstärken würden. Zudem drückten die Daten aus China vom Vortag weiter auf die Kurse, die schon zuvor die US-Börsen um rund zwei Prozent hatten abrutschen lassen.

«Die Wall Street muss den grössten Tagesverlust seit Beginn des Jahres hinnehmen, es gibt eine sinkende Risikobereitschaft, Sorgen vor einem Abschwung in China und viele Fragen zur US-Wirtschaft», zählte Takashi Hiroki von Monex Inc die Gründe für die nachgebenden Kurse auf.

Die Softbank-Aktien fielen um 7,5 Prozent. Das Mobilfunkunternehmen muss um den schon sicher geglaubten Kauf des US-Rivalen Sprint für 20 Milliarden Dollar und den damit verbundenen Eintritt auf den US-Markt fürchten. Denn der US-Satellitenfernseh-Betreiber Dish legte am Montag eine Gegenofferte für Sprint vor.

(muv/tno/reuters)

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