Die Aktie von Arabtec haben innert Monatsfrist rund die Hälfte ihres Werts eingebüsst und damit dem Index mitgezogen. Das zieht auch den gesamten Aktienmarkt in Dubai seit Tagen in die Tiefe. Für diesen steht auch heute wieder ein Minus von rund 8 Prozent. Anleger befürchten, dass die Bauparty in den arabischen Staaten vorbei sei – speziell der Immobiliensektor in Dubai vor einem Absturz stehe. 

Der Arabtec-Kurssturz wäre wohl noch dramatischer ausgefallen, wenn die Börse nicht eine Maximalbegrenzung von zehn Prozent an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen kennen würde. Auslöser für die Turbulenzen sind Medienberichte über Entlassungen beim Unternehmen. 

Abrupter Abgang des Firmenchefs

So berichtete «Arabian Business» darüber, dass Hunderte von Arbeitern entlassen worden seien. In einem Brief an die Börse von Dubai bestätigte Verwaltungsratsmitglied Wassel Al Fakhoury mittlerweile einen Stellenabbau, schrieb in den Medien genannten Zahlen jedoch ins Reich der Fantasie.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg vermeldete ausserdem, dass mit Mark Andrews (Chief Operating Officer), Gordon Jack (Chief Information Officer) und David Doyle (Chief Risk Officer) gleich mehrere Top-Manager nach dem Abgang von Firmenchef Hasan Ismaik in der Vorwoche entlassen worden seien. Dazu schweigt Arabtec bis jetzt aus.

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Grossaktionär mit Teilverkauf

Für den ersten Kursrutscher war die Grossaktionärin Aabar Investments verantwortlich, die ihren Anteil an Arabtec Anfang Juni reduziert hatte. Ismaik hatte noch vergangene Woche verlauten lassen, dass er nicht beabsichtige, seinen Aktienanteil von 28,85 Prozent zu veräussern – dennoch wird sein Rücktritt von verschiedenen Medien als sehr abrupt bezeichnet.