Die europäische Schuldenkrise und die damit verbundenen Sorgen über die Stabilität der Finanzbranche haben am Mittwoch erneut die Börsen in Asien belastet. Selbst die Kursgewinne an der Wall Street nach einer Rede von Fed-Chef Ben Bernanke konnten die Anleger nicht umstimmen. Vor allem ausländische Investoren trennten sich von japanischen Papieren, hiess es.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Minus von knapp 0,9 Prozent auf 8382 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index fiel sogar um fast 1,4 Prozent auf 726 Zähler. Zwischenzeitlich gab der Topix auf den niedrigsten Stand seit März 2009 nach. Auch die übrigen asiatischen Börsen verbuchten Verluste. So fielen die Aktien in Südkorea, Singapur, Hongkong und Taiwan.

Zu den grössten Verlierern gehörten erneut Finanzwerte. Die Aktien der Mitsubishi UFJ gaben 1,8 Prozent und die Titel von Sumitomo Mitsui Financial 2,3 Prozent nach. Zu den Verlierern gehörten auch die Titel des Detailhändlers Fast Retailing mit einem Minus von 4 Prozent, nachdem das Unternehmen enttäuschende Verkaufszahlen vermeldet hatte.

Die Enttäuschung der Anleger über die Überarbeitung von Apples iPhone spiegelte sich auch in Tokio wider: Die Aktien der Softbank, bislang die einzige Firma mit einem iPhone-Vertrieb in Japan, gaben 4,4 Prozent nach.

(rcv/sda)

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