Zehn Demonstranten und sieben Polizisten wurden bei den Zusammenstössen in der Nähe der Börse verletzt. Einigen Beamten soll von den Aktivisten eine brennende Flüssigkeit in die Augen gespritzt worden sein.

Tausende Menschen waren nach Aufrufen über Netzwerke wie Facebook in das Herz des New Yorker Finanzbezirks gekommen, um gegen die Macht der Banken und soziale Ungerechtigkeiten zu demonstrieren.

Am «Day of Action» («Tag der Aktion») zogen sie durch die Stadt, besetzten U-Bahnstationen und Plätze. In den späten Abendstunden liefen die Massen mit Lichtern und Plakaten über die Brooklyn Bridge.

Verstärkte Sicherheitsmassnahmen

Strassensperren hinderten die Aktivisten bei den Protestmärschen tagsüber daran, direkt zur New Yorker Börse vorzustossen. Die Polizei hatte ihre Sicherheitsvorkehrungen um das ohnehin seit zwei Monaten weitgehend abgeriegelte Gebäude verstärkt.

Eisengitter und Beamte in Kampfmontur versperrten den Demonstranten den Weg ins Herz des Finanzbezirks. Menschen, die zu ihren Arbeitsplätzen wollten, mussten scharfe Kontrollen über sich ergehen lassen. Ihr Vorhaben, die Börse lahm zu legen, konnten die Demonstranten jedoch nicht umsetzen.

Anzeige

Zu Festnahmen und Zusammenstössen kam es anschliessend, als einige Aktivisten versuchten, die Metallabsperrungen rund um den Zuccotti Park, dem früheren Nachtlager der Bewegung, wegzutragen. Bei einem «Sit-in», einer «Sitzbesetzung» am nahe gelegenen Foley Square direkt vor dem Gerichtsgebäude kam es später zu neuen Festnahmen.

(laf/vst/awp)